Raus an den Stadtrand

Güter-Schienenverkehr soll an die A99 verlagert werden

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Der Schienen-Güterverkehr soll nach einem FDP-Stadtratsantrag raus aus der Stadt an eine Trasse entlang der A 99.

Raus mit dem Schienen-Güterverkehr aus der Stadt und rein damit ins östliche Umland. Das hat jetzt die FDP-Fraktion im Münchner Rathaus gefordert.

Der zunehmende Bahngüterverkehr belastet die Bürger in München immer stärker. Die wollen das nicht so einfach hinnehmen. Dies zeigt nicht zuletzt die aktuelle Diskussion um den geplanten Ausbau der Truderinger Kurve und der Truderinger Spange. Das Großprojekt der Deutschen Bahn unter dem Kürzel ABS 38 soll eine direkte Verbindung zwischen Trudering und dem Umschlagbahnhof München-Riem für den Güterverkehr schaffen und sorgt bei den Anwohnern für viel Unmut. Und auch bei der FDP. „Nicht nur zusätzlicher Lärm, sondern auch Einschränkungen für den künftigen Ausbau des Personennahverkehrs auf der Schiene dürfen nicht einfach hingenommen werden“, erklärt Stadtrat Professor Jörg Hoffmann. Der Stadtrat habe die Verantwortung von Freistaat, Bund und Bahn kreative Lösungen einzufordern, die insbesondere den Güter-Durchgangsverkehr auf der Schiene nicht durch München, sondern um München herum leiten.

Davon, wie dies konkret aussehen soll, hat der FDP-Politiker auch schon eine Vorstellung: „Der Vorschlag, den Güterverkehr, der weder Ziel noch Quelle in München hat, auf eine neue Güterverkehrstrasse von Haar entlang der A 99 bis Karls-

feld zu leiten, muss ernsthaft auf seine Machbarkeit geprüft werden.“

Deshalb soll der Münchner Stadtrat Oberbürgermeister Dieter Reiter beauftragen, mit dem Freistaat und dem Bund in Gespräche einzutreten mit dem Ziel, den Güterverkehr in der Landeshauptstadt München von Durchgangsverkehren frei zu halten. Hierbei soll nach Ansicht von Hoffmann, im Zusammenhang mit dem Bahnausbau in der Region München die Möglichkeit geprüft und in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, eine neue Güterverkehrstrasse parallel zur A99 zu errichten, die dann alle überregionalen Güterdurchgangsverkehre aufnehmen kann.

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