Truderings Mitte rund um die Eisinsel

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Neuer Beirat in Haar für Gleichstellung, Integration und Teilhabe

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Zusammen 5000 Entscheidungen getroffen

Grundsteinlegung des neuen Passivhauses in Riem

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Projektleiterin Annemarie Grübel erzählte die Geschichte der Baugemeinschaft bis zur Grundsteinlegung, Stadtrat Herbert Danner hört aufmerksam zu.

In Riem entsteht derzeit ein besonderes Bauprojekt: Die Baugemeinschaft StadtNatur hat sich vorgenommen, modernes, städtisches Leben mit Umwelt- aspekten zu vereinen.

Seit 2017 laufen die Planungen, im Februar dieses Jahres war es dann so weit: Die Landeshauptstadt München sagte „Ja“ zum Bauprojekt der Baugemeinschaft StadtNatur in Riem. Schon am nächsten Tag begannen die Bauarbeiten. Der Grund der Tiefgarage an der Elisabeth-Baerlein-Straße/Ecke Erdinger Straße ist bereits betoniert, als der Grundstein drei Monate später gelegt wurde.

Die Eifrigkeit der Mitglieder von StadtNatur bei der Planung für das Haus ist kennzeichnend: „Wir haben auch bis 12 Uhr nachts darüber diskutiert, welche Bank wir auswählen“, erzählt Annemarie Grübel, Projektleiterin bei Stadt- Natur Riem. Zunächst konnte sie die Aussage von Michael Kroll, Fachwirt und zuständig für die Projektentwicklung und -steuerung, nicht recht glauben, hielt sie für eine Übertreibung. „Er sagte, dass wir mit der Baugemeinschaft bis zu 5000 Entscheidungen zu treffen hätten“, so Grübel. Doch tatsächlich verlangte die Planung einiges von den Mitgliedern der Baugemeinschaft ab. Alles musste gemeinsam festgelegt werden. So hat jede Wohnung beispielsweise den gleichen Bodenbelag. Projektleiterin Grübel vergleicht die Planung des zertifizierten Passivhauses mit einem Rezept für ein Gericht. Nach der sorgfältigen Auswahl der Zutaten solle nun ein schmackhaftes Gericht entstehen. Durch die vielen Treffen und gemeinsamen Abende der Diskussion und Absprache sind die Mitglieder der Baugemeinschaft bereits vor Fertigstellung des Hauses miteinander vertraut, und so hilft das Projekt auch dabei, Menschen von null bis 80 Jahren zusammenzubringen.

Bei dem Bauprojekt ist der Umweltaspekt in den Mittelpunkt gerückt: Passivhäuser benötigen in der Regel keine klassische Gebäudeheizung, da eine sehr gute Wärmedämmung und Wärmetauscher, die den Verlust von Wärme bei Lüftung vermeiden, eingesetzt werden. Die ökologische Bauweise lobt auch Herbert Danner, Stadtrat und Baubiologe: „Die höheren Kosten bei der Bauweise werden sich auf lange Sicht hin lohnen, weil die Heizungskosten niedriger sind.“ Und auch das Thema Verkehr wird von der Baugemeinschaft aufgegriffen. Das Haus hat einen Stellplatzschlüssel von 0,8, was bedeutet, dass für einige Wohnungen keine Stellplätze vorgesehen sind. Der Hintergrund: Diese Haushalte mussten sich vor der Stadt verpflichten, in der Zeit ihres Bezuges der Wohnungen kein Auto zu besitzen. Wie der 34-jährige Marco Döring, für den „,die Zukunft in effizienterer Nutzung von Autos in Kombination mit Familie, Freunden und Nachbarn und der Nutzung von Sharing-Konzepten und Dienstleistungen“ liegt. Durch die unmittelbare Nähe zum S-Bahnhof Riem und den Buslinien 190 und 194 ist das Haus, das Ende 2020 fertiggestellt werden soll, ohnehin gut angebunden. Bis das Bauprojekt bezugsfertig ist, wird noch viel passieren: Alleine sieben Geburten bei Mitgliedern der Baugemeinschaft stehen in den nächsten Monaten an, und kurz vor der Grundsteinlegung meldeten sich noch fünf weitere neue Mitglieder, die nächstes Jahr einziehen wollen.

pg

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