Das große Verkehrsärgernis in Riem

Die Straßensperre am Edinburghplatz bleibt

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Wie soll der Verkehr unweit der Riem Arcaden fließen?

Seit die westliche Zufahrt zum Edinburghplatz gesperrt ist, muss sämtlicher Autoverkehr über den Kreisel im Osten des Platzes fahren. Das spaltet die Gemüter der Messestädter, ein Teil ist glücklich, ein anderer wünscht die alten Verhältnisse zurück. Doch laut Planungsreferat wird nichts geändert, weil dies so im gültigen Bebauungsplan festgelegt ist.

„Es wird zur vorweihnachtlichen Zeit immer schlimmer und schlimmer – während der Öffnungszeiten der Riem Arcaden kommt es hier immer wieder zu Rückstaus“, hat ein Messestädter dem Truderinger Bezirksausschuss (BA) geschrieben, ein anderer beklagt, dass sich seit der Sperrung der westlichen Zufahrt zum Edinburghplatz die Fahrzeiten Richtung Trudering deutlich erhöht haben. „Eine Anbindung des 4. Bauabschnitts nur über die Olof-Palme-Straße ist aufgrund des erhöhten Verkehrs- aufkommens durch Messe und Riem Arcaden nicht sinnvoll und ausreichend“, schimpft ein anderer. Wie berichtet, wurde vor einigen Monaten die westliche Zufahrt zum Edinburghplatz gesperrt, wie es im Bebauungsplan vorgesehen ist. Während ein Teil der Messestadt-Bewohner über die neue Regelung verärgert ist, freuen sich andere und fordern den BA auf, sich für die Beibehaltung einzusetzen. Das Gremium hat auch kaum eine andere Wahl, denn ohne eine Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplans könnte die ehemalige Baustellenzufahrt nicht für den Individualverkehr geöffnet werden. Klar hat das Planungsreferat Position bezogen und mitgeteilt, dass der Bereich westlich des Hauses Edinburgh-Platz 40 als Grünfläche festgesetzt ist und alle städtischen Dienststellen an diese Vorgabe gebunden sind. „Die Zufahrt zum 4. Bauabschnitt Wohnen soll laut Verkehrskonzept, das dem Bebauungsplan zugrunde liegt, nur über den Kreisverkehr oder die Oslostraße erfolgen“, so das Planungsreferat. Doch der BA sieht auch die Probleme, mit denen die Autofahrer aus dem Viertel zu kämpfen haben, nachdem es nur noch eine einzige Zufahrt zu den rund 950 Wohnungen im Westen der Messestadt gibt. Das Gremium hatte als Alternativroute den Durchstich der Graf-zu-Castell-Straße bis zum Kreisverkehr gefordert und will dies nun bei einem Ortstermin mit Fachleuten der Stadt erörtern.

gm

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