Geplante Bebauung der Truderinger Obermeier-Wiese

BA lehnt neue Pläne ab

+
Wo früher alljährlich das Sonnwendfeuer brannte, werden künftig Wohnhäuser stehen. Über die Art der Bebauung wird derzeit jedoch noch diskutiert.

Die Obermeier-Wiese, auf der alljährlich das Truderinger Sonnwendfeuer loderte, soll bebaut werden. Die ursprüngliche Planung, mit welcher der Bezirksausschuss einverstanden war, wurde aber kräftig aufgerüstet. Nun legte das Gremium gegen fünfstöckige Häuser auf dem Grundstück vis à vis des Kulturzentrums sein Veto ein.

Kein Problem hatte der Truderinger Bezirksausschuss mit den Plänen, die im Herbst für die Bebauung des Areals Ecke Wasserburger Landstraße/Feldbergstraße präsentiert wurden. Vierstöckige Gebäude waren entlang der B 304 vorgesehen, die Fassade präsentierte sich aufgelockert. Im Norden des Bereichs, zum Truderinger Ortskern hin, sollten Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Das Gremium winkte die Planungen durch.

Mehr durch Zufall erfuhren die Stadtteilpolitiker kurz vor Ende 2016 jedoch, dass auf der bisherigen Sonnwendfeuer-Wiese nun doch weit dichter gebaut werden soll. Bis zu fünf Stockwerke sind Ecke Wasserburger Landstraße/Feldbergstraße und im Westen des Baugebiets vorgesehen. „Statt Doppel- und Reihenhäusern sind im hinteren Bereich jetzt niedrige Mehrfamilienhäuser geplant“, erklärte BA-Vorsitzender Otto Steinberger (CSU) im Gespräch mit HALLO.

Gegen eine urbane Bebauung entlang der verkehrsreichen Wasserburger Landstraße hätte das Gremium nichts einzuwenden, die zusätzlichen fünften Geschosse sowie eine zehnprozentige Überschreitung der Geschossflächenzahl stößt den Stadtviertel-Politikern jedoch auf. „Wenn schon zehn Prozent mehr, dann muss das geförderter Wohnraum sein“, forderte Herbert Danner (Grüne). Georg Kronawitter (CSU) konnte sich nicht vorstellen, wie sich das Projekt städtebaulich in den Bestand einfügen solle. Man müsse darüber mit dem Planungsreferat ebenso reden wie über die Festlegung von Wegebeziehungen durchs künftige Siedlungsgebiet, so Kronawitter. Herbert Danner wollte zudem wissen, wo im Nahbereich die künftig benötigten freien Kita-Plätze zu finden seien.

Der Bezirksausschuss lehnte das Projekt im aktuellen Stand ab und verwies auf sein bisheriges Votum zum Bebauungsplan. Zudem fordert das Gremium eine öffentliche Erörterungs-Veranstaltung. Otto Steinberger betonte, der BA wünsche sich eine Präsentation in 3D oder ein Modell des Projekts. Vertreter von Bauträger und Planungsreferat haben ihr Kommen zur öffentlichen Sitzung des zuständigen Unterausschusses Infrastruktur angekündigt. Der tagt am Mittwoch, 22. Februar, um 18.30 Uhr im Truderinger Kulturzentrum. Gabriele Mühlthaler

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare