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Schnell, intensiv und immer fair

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Floorball gewinnt immer mehr Fans. Kein Wunder: Der Mannschaftssport ist schnell und äußerst unterhaltsam, die Regeln sind einfach. © Foto: Hettich

Eine Sportart mit Suchtpotenzial nennt Jann Zurbuchen die noch junge Disziplin Floorball. Bei Zurbuchens Verein, dem FC Stern, gibt es bereits mehrere erfolgreiche Floorball-Mannschaften. Nachwuchs ist jedoch jederzeit willkommen!

Hohes Lauftempo und eine ebensolche Passfrequenz prägen die Szenerie in der Sporthalle an der Astrid-Lindgren-Straße 3 inmitten der Riemer Messestadt auch an diesem Trainingsabend der Floorballer des FC Stern. Geschickt führen die Nachwuchsspieler des erfolgreichen Mehrspartenvereins den gelochten Ball mit ihren Kunststoffschlägern und treiben das Spielgerät in Richtung Tor.

Man fühlt sich schnell an den Hockey- oder Eishockeysport erinnert, wenn man den jungen Nachwuchssportlern des Traditionsvereins bei ihrem Hobby zusieht. „Schnell, intensiv, dabei in den Regeln einfach und übersichtlich sowie enorm schweißtreibend“, fassen Susan Auerswald und Jann Zurbuchen zusammen. Die beiden aus der Abteilungsleitung des FC Stern sind selbst begeisterte Floorballer und Trainer in der noch jungen, erst 2007 aus der Taufe gehobenen Sparte. „Aber die Erinnerung an Hockey oder Eishockey allein machen das Wesen des Floorball allein längst noch nicht aus“, ergänzt Zurbuchen. „Floorball verinnerlicht auch die Fairness des Basketball-Sports, das ist ein wichtiger Ansatz!“

Die jungen Spieler führen dies in ihren Trainings anschaulich vor. Engagierte Zweikämpfe an den kleinen Banden werden geführt, intensive und für den Betrachter spannende Strafraumduelle geführt und die Teams mit je fünf Feldspielern und Torwart schenken sich nichts. Doch es fällt kein böses Wort, Fouls bleiben Fehlanzeige. „Schnelligkeit vor allem auch im Kopf während der flinken Ballstafetten, koordinative Fähigkeiten und ausgeprägter Teamgeist kennzeichnen den guten bis sehr guten Floorballspieler“, beschreibt Jann Zurbuchen die Anforderungen an die Sportler.

Er muss es wissen. Denn die Anfänge der hierzulande eher noch exotisch anmutenden Sportart wurden in den 1970er Jahren vor allem in Schweden, Finnland und in Zurbuchens Heimat Schweiz gelegt. Der Stern-Aktive und Trainer selbst kommt vom Eishockey. „Das ist der Weg vieler Aktiver, ich selbst habe den Umstieg nie bereut. Floorball macht regelrecht süchtig!“ Anders als etwa beim Eishockey ist auch die Ausrüstungsfrage überschaubar. „Neben der üblichen Sportausrüstung brauchen die Spieler nur den Schläger – speziell gepolstert sind nur die Torleute“, erläutert der Abteilungsleiter. Im Regelfall spielen die Akteure auf einem 40 mal 20 Meter umfassenden Großfeld. Aber auch eine Kleinfeldvariante wird im Floorball betrieben.

In Deutschland steckt die Sportart noch in den Kinderschuhen, findet aber – vor allem an Schulen – immer mehr Fans. Gründe hierfür sind Zurbuchen zufolge, weil die Sportart für den Betrachter spannend zu verfolgen ist und keine extremen Regelkenntnisse erfordert. „Der Spaß regiert.“ Erfolg gesellt sich beim FC Stern auch dank der guten Stimmung längst hinzu. Die Damen treten wegen der überschaubareren Reisewege in der österreichischen Bundesliga an. Die Herren sind in der Regionalliga aktiv. Die Sparte mit derzeit fast 200 aktiven Mitgliedern und 22 Trainern bietet daneben Nachwuchsteams in neun Ligen auf.

Neue Gesichter sind jedoch weiterhin willkommen. Jeweils dienstags ab 20 Uhr kann man den Sport beim Training der Hobbyteams in der Forellenschule Trudering ausprobieren. Interessierte Kinder und Jugendliche sollten sich vorab bei Jugendleiterin Maria Seidemann per E-Mail an maria.seidemann@floorball-fcstern.de anmelden. Harald Hettich

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