Kein Verständnis für Pläne zu einer Buswendeschleife

Bus für die Fauststraße im Zehn-Minuten-Takt?

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Horst Münzinger von der Bürgerinitiative.

Die geplante Bebauung der Fauststraße 90 ist auch im Bezirksausschuss am Donnerstag, 12. Dezember, ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Trudering wieder ein Thema. Ein Gastbeitrag von Horst Münzinger von der Bürgerinitiative Fauststraße.

Trudering – Nach Plänen des Bezirksausschusses Trudering-Riem sollen die Schwedenstein-Siedlung und die geplante Satellitensiedlung im Landschafts- und Wasserschutzgebiet an der Fauststraße 90 in der Grenzkolonie Trudering besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Deshalb soll die Buslinie 194 verlängert und der Fahrweg geändert werden. Die von der Truderinger CSU-Fraktion und vom Bezirksausschuss bereits 2017 gestellten Anträge sehen zudem die Verbreiterung der Fauststraße auf acht Meter und den Bau einer Buswendeschleife an der Ecke Fauststraße/Schwedensteinstraße oder an der Ecke Schwedensteinstraße/Schrammingerweg vor. Eine Umsetzung der Anträge und des neuen Nahverkehrsplans 2020 könnte dazu führen, dass hier in der Normalverkehrszeit Busse im Zehn-Minuten-Takt die Wohnstraßen durchfahren. Bleibt alles beim Alten, lehnt das Stadtteilgremium nach offizieller Lesart den Bebauungsplan für das Großbauprojekt an der Fauststraße 90 ab. Inoffiziell entschied sich das Gremium aber bereits mehrheitlich für die mehrgeschossige Bebauung mit bis zu 80 Wohnungen und über 100 Tiefgaragen im Landschaftsschutzgebiet. Die Kommunalpolitiker stört es offenbar nicht, dass der Bauherr und Grundeigentümer Optima Ägidius bereits 2016 eine über Jahrzehnte gewachsene Heckenlandschaft mit hoher Biodiversität im Landschaftsschutzgebiet rechtswidrig hat abholzen lassen.

Das Münchner Referat für Arbeit und Wirtschaft und die MVG haben die vom Bezirks­ausschuss vorgeschlagenen Varianten zur Busstrecke mehrfach abgelehnt und auf die für einen verkehrssicheren Betrieb zu engen Wohnstraßen sowie auf das Erfordernis zahlreicher Halteverbote hingewiesen. Des Weiteren sprechen erheblich längere Fahrzeiten zum Truderinger Bahnhof und die fehlende Buswendeschleife gegen eine Änderung des Linienweges. Für den Bau einer Buswendeanlage, so die ÖPNV-Experten weiter, würden zudem auch unter Landschaftsschutz stehende Flächen gebraucht. Auch das Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung lehnt den Bau einer Buswendeanlage wegen des Eingriffs in ökologisch wertvolle Flächen ab.

Unbeantwortet bleibt auch die Frage, warum der Bezirksausschuss mehrheitlich immer noch das massive Bauvorhaben befürwortet, obgleich die Untere Naturschutzbehörde, der BUND Naturschutz und die Bürgerinitiative Fauststraße 90 handfeste Gründe gegen eine Wohnbebauung im ökologisch sensiblen Landschafts- und Wasserschutzgebiet an der Fauststraße 90 vorgebracht haben. 

Horst Müninger

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