Schülerin der Ernst-Mach-Gymnasiums wird ein „Grüner Junior Engel“

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Comedy mit Tiefgang in der Kultur-Etage Messestadt

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Erste Pläne für die Bebauung der Truderinger Unnützwiese

Jetzt geht's nur noch ums „Wie“

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Die Unnützwiese soll auf einem Streifen entlang der Bajuwarenstraße bebaut werden. 75 Prozent der Wiese, so verspricht die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag, sollen aber als Grünfläche erhalten bleiben.

Die Gewofag will an der Unnützwiese entlang der Bajuwarenstraße rund 50 Wohnungen bauen. Das sind wesentlich weniger als noch vor einem halben Jahr angekündigt. Die Bürgerinitiative „Rettet die Unnützwiese“ will die Bebauung dennoch verhindern - und notfalls sogar vor Gericht ziehen.

Die städtische Wohnbaugesellschaft Gewofag wartete lange, bis sie an diesem Dienstagabend mit ihren Plänen für die Bebauung der Unnützwiese entlang der Bajuwarenstraße an die Öffentlichkeit ging. Man wolle erst alle nötigen Verfahrensschritte abschließen, bevor man konkrete Pläne zeigen könne, hieß es stets. An diesem Dienstagabend im Kulturzentrum aber war es dann so weit. Die Anwohner und allen voran die Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet die Unnützwiese“ konnten erstmals sehen, was auf der seit knapp 100 Jahren als Bolzplatz genutzten Fläche künftig geschehen soll. 

Demnach sollen 50 Wohnungen im Rahmen des städtischen Wohnungsbau-Sofortprogramms „Wohnen für Alle“ errichtet werden; diese entstehen in vier Häusern mit voraussichtlich zwei Geschossen plus Dachgeschoss. Auch eine Tiefgarage für die notwendigen Stellplätze ist geplant. Was die Bewohner angeht, wollen Gewofag und Stadt auf eine ausgewogene Mischung von Einpersonen-Haushalten und Familien achten, ebenso auf eine Durchmischung von Frauen und Männern. Grundsätzlich, so Gewofag-Chef Klaus-Michael Dengler, soll ab sofort nur noch über das "Wie", nicht mehr über das "Ob" diskutiert werden.

Für die Retter der Unnützwiese geht es jedoch weiterhin sehr wohl um das „Ob“. „Wir wollen eine Bebauung gänzlich verhindern“, betont Sprecher Stefan Hofmeir. Angesichts der Entschlossenheit, mit der die Gewofag die Baupläne für die Unnützwiese vorantreibt, setzen Hofmeir und Co. nun all ihre Hoffnungen auf das im Dezember gestartete Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“. Damit soll verhindert werden, dass im städtischen Flächennutzungsplan ausgewiesene Grünflächen und Parks bebaut werden. In Freiham oder im Münchner Nordosten, so die Argumentation des Bürgerbegehrens, gebe es genügend Entwicklungsflächen oder ehemalige Industrieflächen, „auf denen München weiter harmonisch wachsen kann“. Zudem kündigte die Initiative an, sich durch sämtliche Gerichtsinstanzen zu klagen, "um zu beweisen, dass diese Fläche hier ein Außenbereich im Innenbereich ist" und damit nicht bebaut werden darf.

Parallel zum Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ gibt es derzeit noch ein weiteres Projekt, das sich mit dem Erhalt der Lebensqualität in der Landeshauptstadt auseinandersetzt. „Sauba sog i – Bürgerbegehren für saubere Atemluft“ heißt dieses, das nun sogar die Münchner SPD und CSU unterstützen wollen. Angesichts der Tatsache, dass entlang der Hauptverkehrsadern der Stadt regelmäßig die Grenzwerte für das krebserregende Stickstoffdioxid überschritten werden, fordert das Bündnis, dass bis zum Jahr 2025 80 Prozent des Verkehrs in München abgasfrei abgewickelt werden sollen. Maßnahmen wie ein Diesel-Fahrverbot, eine City-Maut oder eine blaue Umweltplakette werden diskutiert. Auf Wunsch von CSU und SPD behandelt nun der Stadtrat das Bürgerbegehren. Übernimmt das Gremium die Forderungen der Umweltschützer, ist das Bürgerbegehren beendet – und die Pläne für eine saubere Luft werden Teil des städtischen Luftreinhalteplans.

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