Das ist Truderings neues Duo mit vier Pfoten

Durchschnittlich ein Einsatz pro Woche

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Der stolze Besitzer Andreas Zahradnik mit seiner Hündin Leila.

Die sechsjährige Hündin Leila und ihr Herrchen Andreas Zahradnik sind das neueste Rettungshund-Team der Johanniter in München – und gleichzeitig echte Exoten. 

Rottweiler sind als Rettungshunde sehr selten. Der Grund ist der Ruf der Rasse. Vollkommen zu Unrecht, meint der Truderinger Zahradnik: „Ich bin mit Rottweilern aufgewachsen. Laila ist offen und aufgeschlossen. Sie ist sehr verspielt, leicht zu motivieren und sehr menschenbezogen. All das braucht sie für ihre Arbeit als Suchhund. Außerdem lässt sie sich sehr gerne streicheln“, erzählt er lachend.

Zwei Tage lang wurden 22 Rettungshunde-Teams aus ganz Deutschland im mittelfränkischen Kammerstein geprüft – nur 13 bestanden die Tests. Andreas Zahradnik gehörte mit seiner Leila zu den erfolgreichen Duos. Ein Erfolg mit langer Vorgeschichte. „Im März 2011 habe ich Leila zu mir nach Hause geholt – und auch direkt mit dem Training angefangen. Da war sie erst ein paar Monate alt“, erinnert er sich: „Es ist eine sehr zeitintensive, lange Ausbildung. Aber dem Hund macht es großen Spaß. Und für mich ist es die perfekte Gelegenheit, mein Hobby mit Laila zu teilen.“

Nach einem umfangreichen Theorietest für die Hundeführer waren im ersten Praxisteil die vierbeinigen Teilnehmer beim Verweistest gefordert: Die Hunde mussten ihren Hundeführern einen gefundenen Menschen anzeigen. Dabei durften die Vierbeiner dem Vermissten jedoch nicht zu nahe kommen oder belästigen, denn im echten Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass Rettungshunde einen möglicherweise Schwerverletzten nicht bedrängen. Beim Gehorsamkeitstest kam es anschließend auf das gute Zusammenspiel der Teams an.

Nach Bestehen dieser beiden Teilprüfungen stand für die Flächensuchhunde die Suche in einem gut 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände an (mehr als vier Fußballfelder): Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, ein bis zwei Vermisste zu finden. Nach dem Auffinden durch den Hund war die Aufgabe des Hundeführers die schnelle und korrekte Erstversorgung der Person. Denn alle Rettungshundeführer der Johanniter sind auch ausgebildete Sanitäter.

Die Rettungshundestaffel der Johanniter in München hat derzeit sechs geprüfte Teams, die ehrenamtlich in den Einsatz gehen und häufig nachts nach vermissten Menschen suchen. Das geschieht viel öfter, als die meisten denken würden. „Im Schnitt werden wir ein Mal pro Woche zu Einsätzen gerufen, um Menschen zu finden – in München und im Umland. Das findet meist nachts statt, deswegen nimmt die Öffentlichkeit kaum wahr, wie viele Einsätze es gibt“, erzählt Zahradnik. Die eine Hälfte von Truderings neuem Duo mit vier Pfoten.

mh

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