BA diskutiert über Parkregelung in der Messestadt

Blau ist nur das Wohngebiet

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Die Astrid-Lindgren-Straße in der Messestadt: Links stehen Wohnblocks, rechts ist das Schulzentrum. Laut KVR wird die Blaue Zone dort nicht angeordnet, weil es kein Wohnbereich ist.

Warum ist im nördlichen Bereich der Astrid-Lindgren-Straße keine Blaue Zone ausgewiesen? Dies wollte der Truderinger Bezirksausschuss von der Stadt wissen und erfuhr, Blaue Zonen seien nur im Wohnbereich der Messestadt vorgesehen.

„Blaue Zonen“ in der Messestadt sind ein Reizthema. An der Parkregelung, nach der Fahrer ihre Autos tagsüber nur für einen begrenzten Zeitraum auf den ausgewiesenen Plätzen stehen lassen dürfen, scheiden sich die Geister.

Ein Teil der Messestädter findet die Blauen Zonen gut, ein anderer läuft dagegen Sturm. Bereits im Bebauungsplan für das Viertel wurde festgelegt, dass in bestimmten Bereichen Blaue Zonen ausgewiesen werden. So können auch Anwohner ihre Fahrzeuge in den Parkbuchten vor den Wohnhäusern nur kurze Zeit abstellen. Das passt vielen nicht, sie fordern die Aufhebung der Zonenregelung.

Das Kreisverwaltungsreferat teilte dem Bezirksausschuss mit, welche Ziele mit der Festlegung Blauer Zonen schon im Bebauungsplan verfolgt wurden: Eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, hohe Verkehrssicherheit, Vermeidung von Durchgangsverkehr und Fernhalten von Fremdparkern und Suchverkehr, beispielsweise durch Messebesucher. „Diese Anforderungen richten sich auf die Erhöhung der Wohnqualität in dem Gebiet“, so das KVR.

Der Straßenraum der Astrid-Lindgren-Straße im Bereich des Schulzentrums liege laut Flächennutzungsplan aber nicht mehr im Wohngebiet. Deshalb gebe es auf dieser Straße zwischen Willy-Brandt-Allee und Ingeborg-Bachmann-Straße auch keine Blaue Zone. Erst südlich der Ingeborg-Bachmann-Straße beginne der Wohnbereich und damit die Blaue Zone.

Des weiteren hatte der Bezirksausschuss angefragt, warum an der Zufahrt zum Schulkomplex östlich der Astrid-Lindgren-Straße Poller eingesetzt worden seien statt einer Schranke. Das KVR teilte mit, die Sperre stehe auf Privatgrund – nämlich dem der Schule – somit habe das KVR die Sperreinrichtung nicht veranlasst. „Wir haben lediglich mitgeteilt, warum aus unserer Sicht Poller gegenüber einer Schrankenlösung bevorzugt werden“, so die Behörde. gm

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