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Keine "Verdachtsfälle"

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Die Wasserburger Landstraße gehört zu den verkehrsreichsten Straßen der Stadt. Dennoch geht die Stadt in diesem Bereich noch nicht von einer gefährlichen Luftverschmutzung aus. © eid

Die Münchner leiden unter dicker Luft. An der Landshuter Allee hat das Umweltbundesamt den bundesweit zweithöchsten Wert an gefährlichem Stickstoffdioxid des Jahres 2015 gemessen. Doch auch den Truderingern stinken die Abgase – gemessen wird dort aber immer noch nicht.

Die Wasserburger Landstraße zählt zu den verkehrsreichsten Straßen der Stadt. Täglich nutzen sie Tausende, um zur Arbeit in die Innenstadt zu gelangen. Für einen Spaziergang an der frischen Luft sollte man sich werktags definitiv andere Straßen aussuchen.

Der Bezirksausschuss des Stadtbezirks Trudering-Riem sorgt sich seit Jahren um die Luftqualität entlang der Wasserburger Landstraße. Bereits vor über zehn Jahren richteten die Stadtteilpolitiker einen dringenden Appell an das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), auch in Trudering eine Messstation für Feinstaub und Stickstoffdioxid einzurichten. Bis dahin hatte das zuständige Landesamt für Umweltschutz lediglich in Johanneskirchen, am Luise-Kiesselbach-Platz, an der Landshuter Allee, an der Lothstraße, an der Prinzregentenstraße, am Stachus sowie in Moosach regelmäßig die Luftverschmutzung aufgezeichnet.

Doch der Truderinger Antrag wurde abgeschmettert. Einerseits fehlten die finanziellen für eine weitere Messstation. Andererseits, so argumentierte das RGU, sei keine der Straßen im Stadtbezirk Trudering-Riem in der Kategorie „Verdachtsfälle“ aufgeführt, „bei denen eine Überschreitung der Grenzwerte wahrscheinlich ist“.

An dieser Einschätzung hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Laut Alois Maderspacher, Sprecher des RGU, sei es nach wie vor zu teuer, auch an der Wasserburger Landstraße eine „kostenintensive“ Messstation einzurichten. Allerdings würde die Immissionsbelastung immerhin mittels einer Modellrechnung erfasst. Diese Berechnung, getätigt im Hauptstraßennetz von München mit 2168 Streckenabschnitten, davon auch 18 an der Wasserburger Landstraße, hätte ergeben, „dass an der Wasserburger Landstraße die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid sicher eingehalten werden“. Demnach sei die Wasserburger Landstraße weiterhin „keine Verdachtsfläche für eine Überschreitung der Grenzwerte“.

zip

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