Lob von höchster Stelle

Bundeskanzlerin zu Gast bei Brainlab-Eröffnungsfeier in Riem

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Die Kanzlerin bei der Besichtigung des Medizintechnologie-Unternehmens Brainlab zusammen mit dem Firmenchef Stefan Vilsmeier. Merkel durfte die innovativen Produkte des Unternehmens direkt ausprobieren.

Nur sechs Wochen nach ihrer Rede auf der Truderinger Festwoche zog es die Kanzlerin wieder in den Münchner Osten. Diesmal nach Riem zur Eröffnung der Zentrale des Medizintechnologie-Anbieters Brainlab. Die Kanzlerin war beeindruckt vom dem innovativen Unternehmen.

Gerade war Angela Merkel noch auf dem G20-Gipfel in Hamburg, am Dienstag war sie schon wieder in München und hielt eine Rede zur Eröffnung des neuen Firmensitzes des Software-Unternehmens für Medizintechnologie Brainlab. Wie gut „Laptop und Lederhose hier in Bayern mal wieder zusammengehen, sieht man an diesem innovativen Unternehmen, das Marktführer in Europa ist“, so die Kanzlerin.

1989 von Stefan Vilsmeier in Poing gegründet, hat sich das Unternehmen in nur fünf Jahren so vergrößert, dass es 1994 bereits seine erste Niederlassung in den USA gründen konnte. Mittlerweile ist Brainlab in 35 Ländern vertreten und beschäftigt fast 1400 Mitarbeiter; allein am neuen Standort am alten Flughafen in Riem arbeiten nun 700 Mitarbeiter. Gerade im Bereich der Neurochirurgie ist das Unternehmen ganz vorne mit dabei. „Ohne die Navigationsgeräte, die Brainlab herstellt, ist die Operation von Gehirntumoren heute nicht mehr denkbar“, betonte der Neurochirurg Professor Dr. Johannes Schramm im Rahmen der Feierstunde. Doch auch andere Krebsarten könnten dank Brainlab besser behandelt werden: Lance Armstrong etwa ließ seinen Hodenkrebs unter anderem mit Brainlab-Produkten behandeln; nach seiner Heilung sollte er sieben Mal die Tour de France gewinnen. Das Besondere an der Brainlab-Technik: Die softwaregestützten Geräte ermöglichen präzise und sogenannte minimalinvasive Eingriffe: „Wo sich früher der Arzt bei einer Operation auf sein Gefühl verlassen musste, hat er mit unseren Produkten exakte Daten zur Verfügung“, so Geschäftsführer Vilsmeier. 

Angela Merkel zollte dem jungen Unternehmer Anerkennung: „Eine Firma, die so viele Menschen in unterschiedlichen Ländern beschäftigt, ist enorm wichtig für Deutschland.“ Brainlab vereine Forschung, Digitalisierung und Unternehmertum in einem. „Wir müssen mit der rasanten Entwicklung unserer heutigen Zeit mitlernen, wenn wir innovativ bleiben wollen“, so die Kanzlerin. Brainlab würde genau dies vorleben. Aber: „Wir brauchen auch die Rahmenbedingungen für solche Unternehmen. Diese zu schaffen, sehe ich als meine Aufgabe als Regierungschefin!“ 

Lydia Wünsch

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