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Bürgerversammlung für den Stadtbezirk 15 Trudering-Riem

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Von: Roland Friedl

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Das Heizwerk der Geothermieanlage in Riem.
Die hohen Geothermie-Preise in der Messestadt Riem sorgten bei der Bürgerversammlung für einige Anträge. Hier das Heizwerk der Geothermieanlage in Riem. © SWM/Thomas Einberger

Bei der Bürgerversammlung für Trudering-Riem am Donnerstag, 13. Oktober, im Gymnasium Trudering beherrschten die hohen Geothermiepreise sowie das Bauvorhaben in Kirchtrudering die Anträge der Bürger.

Trudering – In Abwesenheit von Stadträtin Anne Hübner leitete Fraktionskollegin Kathrin Abele (SPD/Volt) die diesjährige Bürgerversammlung für den Bezirk 15 Trudering-Riem. Abele hielt ihren Einleitungsvortrag betont kurz, um die Bürger mit ihren Anträgen zu Wort kommen zu lassen.

Danach sprach der Bezirks­ausschuss-Vorsitzende von Trudering-Riem, Stefan Ziegler (CSU), und lieferte einen Überblick über die aktuellen Themen im Stadtbezirk. Nachdem er zunächst den verstorbenen Pfarrer von St. Peter und Paul, Herbert Kellermann, würdigte, erwähnte er einige abgeschlossene Bauprojekte in Trudering-Riem. Hier unter anderem den Umbau des Truderinger Ortskerns, der bei den Bürgern positive wie negative Reaktionen hervorrufe. Vielen gefalle der zusätzliche Platz zum Verweilen und Einkaufen, andere Bürger wiesen auf die problematische Verkehrssituation vor allem für Fahrradfahrer hin. Bei den in Planung befindlichen Projekten sprach er unter anderem die Bauvorhaben am Rappenweg und an der Heltauer Straße an, die allerdings erst in der Anfangsphase steckten.

Der Polizeibericht vermeldete weniger Delikte, jedoch mehr Unfälle im Stadtbezirk. Auf einige Sorgen der Bürger bezüglich der Sicherheit in der Messestadt habe die Polizei mit verstärkter Präsenz reagiert. Danach wurde zu den Anträgen übergegangen.

Hier standen zunächst die Geothermiepreise in der Messestadt Riem im Mittelpunkt. Georg Kronawitter verlangte im ersten Antrag von der Stadt, die Preise überprüfen zu lassen. Denn er verstehe nicht, wieso die Stadtwerke in der Messestadt 180 Euro pro Megawattstunde verlangten, in Ismaning aber teilweise nur 65 Euro pro Megawattstunde. Die Versorgung durch Fernwärme im Stadtbezirk sei ja gut, es könne allerdings nicht sein, dass diese so teuer sei. Die weiteren Anträge dazu schlugen in die selbe Kerbe. Sie forderten die Stadtwerke auf, die Fernwärmepreise transparent zu machen und nahmen Oberbürgermeister Dieter Reiter in die Pflicht, als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke einen Preisdeckel zu erwirken.

In den folgenden Anträgen ging es um geplante Bauvorhaben in Trudering. Die vor kurzem präsentierten drei Siegerentwürfe für die Arrondierung Kirchtruderings wurden ob ihrer zu vielen Wohnungen und zu wenigen Grünflächen kritisiert. Eine Reduktion der Bebauungsdichte sowie eine Einhaltung der Verordnung für genügend Grünflächen wurde gefordert. Nachdem zuvor schon Stefan Ziegler angemerkt hatte, dass es keineswegs sicher sei, dass die laut Planung möglichen 2500 Wohnungen wirklich alle gebaut werden, antwortete ein Vertreter des Planungsreferats direkt auf die Anträge. Es gebe definitiv noch Mängel bei den Entwürfen. Da gebe es noch viel zu tun.

Auch die geplante Bebauung der Fauststraße 90 in der Grenzkolonie war wieder Thema. Horst Münzinger von der Bürgerinitiative „Fauststraße 90 – Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet“ forderte den Bezirksausschuss wie schon in den letzten Jahren auf, die Nichtbebauung unverzüglich durchzusetzen.

Ein weiterer Antrag betraf die Brücke Am Mitterfeld und die zu engen, gefährlichen Fahrradwege dort. Insbesondere dann, wenn der neue Schulcampus in der Messestadt genutzt werde, müsse für die Sicherheit der radelnden Kinder gesorgt werden. Es wurde die Errichtung einer extra Brücke für Fußgänger und Radfahrer beantragt. Alle Anträge der Bürger wurden angenommen und werden dem Stadtrat vorgelegt.

Roland Friedl

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