Erst die Hausaufgaben, dann die Erholung

Bezirksausschuss und Stadtverwaltung am Riemer See

Susanne Weiß, Ruth Pouvreau (beide Grüne), Susan Beer, Michael Welzel (beide SPD), sowie Magdalena Miehle und Hermann Diehl (beide CSU) am Riemer See.
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Susanne Weiß, Ruth Pouvreau (beide Grüne), Susan Beer, Michael Welzel (beide SPD), sowie Magdalena Miehle und Hermann Diehl (beide CSU) am Riemer See.

Riem – Der Riemer Park erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Vermächtnis der BUGA 2005 ist ein Schatz im Münchner Osten. Er weckt aber auch viele Begehrlichkeiten. Bepackt mit einer Fülle von Bürgeranliegen und eigenen Anträgen traf sich der Unterausschuss Umwelt, Energie und Klimaschutz aus dem Bezirksausschuss Trudering-Riem bei einem Ortstermin. Mit dabei war auchdie Stadtverwaltung. Gesprächspartner waren Florian Hochstätter, Hauptabteilungsleiter Gartenbau, und Gudrun Kloos, Leiterin der Abteilung Unterhalt von Grünflächen für den Münchner Nordosten.

Mehr als drei Stunden dauerte der Rundgang, kurz unterbrochen durch eine Gewitterfront, vor der die Gruppe in der leergeräumten Garage der Wasserwacht Schutz suchen konnte.Besprochen wurde unter anderem das leidige Thema Müll, der Schutz der Biotope am Südufer (oft zweckentfremdet als Badestellen und Liegeplätze), der Schutz des ökologisch wertvollen Auffangbeckens am West­ufer (vor Hunden), der Wunsch nach weniger ordentlichen ökologischeren Wäldchen, die Durchsetzung von Parkverboten zur Hochsaison, die Gestaltung der Mauer am Kiesstrand, Anliegen der Wasserwacht, Beschilderungen im Park und die Aufstellung von Bänken.

Manche der Fragestellungen sind komplex, andere, wie zum Beispiel das Thema Sitzstangen für Greifvögel, konnten dagegen schnell und positiv geklärt werden.

Gemeinsam macht man sich auch Sorgen. Denn ein Wermutstropfen ist die erneute Nachricht, dass einige Bäume nach wie vor nicht gut anwachsen, was am Substrat liegt, das bei der Gestaltung des Geländes verwendet wurde. So muss bei jeder Ersatzpflanzung ein großer Substrataustausch vorgenommen werden.

Ergebnis des Ortstermins ist ein zwölfseitiger Katalog von Themen mit Hausaufgaben für den BA und das Gartenbauamt. So wird der Umweltausschuss nun einen Vorschlag machen, wo mehr oder größere Mülleimer stehen sollten. Auch an Maßnahmen wird gedacht, Parkbesucher für das Müllproblem zu sensibilisieren. Zudem sollen Vorschläge für eine Beschilderung bei den Biotopen erarbeitet werden. Eine Hausaufgabe für das Gartenbauamt ist die Wiedereinsetzung der Absperrpfosten an den Zufahrtswegen, um das wilde Parken künftig wieder besser verhindern zu können.

Die Vorsitzende des Umweltausschusses Ruth Pouvreau bewertete den Ortstermin als wichtigen und guten Start: „Nun müssen wir uns in den nächsten Monaten an die Arbeit machen und die Punkte weiter abarbeiten. Da wollen wir dranbleiben. Das Erfreuliche an der Beschäftigung mit dem Riemer Park ist die überparteiliche Zusammenarbeit. Den Park haben auch die anderen Fraktionen im Blick.“

Auch die Mit-Initiatorin des Antragspakets und des Ortstermins Susanne Weiß war zufrieden: „Gemeinsames Ziel ist es, den Riemer Park als ökologisch wertvolle Aufenthaltsfläche für die Nachbarschaft über die nächsten Jahrzehnte zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Mehr über den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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