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Um die Bewohnertreffs in der Messestadt steht es nicht zum Besten. Der Brunnen vor dem Galeriahaus etwa war lange als Müllkippe verschrien. Ehrenamtliche fordern von der Stadt daher mehr Engagement. © gm

Im westlichsten Teil der Messestadt, der rasant emporwächst, ist kein Bewohnertreff geplant. Ehrenamtliche aus dem Viertel und der Truderinger Bezirksausschuss fordern jetzt die Stadt auf, das zu ändern.

Drei Nachbarschaftstreffs gibt es derzeit in der Messestadt, vor wenigen Jahren waren es noch vier. In diesen Einrichtungen stellt die Stadt Räume für die Bewohner zur Verfügung, wo sie eigene Ideen und Wünsche umsetzen können. Man kann sich treffen, gemeinsam feiern, kochen oder diskutieren. In einer Studie der Hochschule München aus dem Jahr 2013 heißt es: „Nachbarschaftstreffs haben nachweisbar positive Wirkungen in verschiedenen Bereichen. Sie bieten Informationsmöglichkeiten über all das, was im Viertel los ist. Sie fördern die Kommunikation, ermöglichen soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe – gerade auch für Personengruppen, die sonst nur schwer Zugang dazu finden würden. Die Bereitschaft, sich für das unmittelbare Wohnumfeld und das Zusammenleben im Viertel zu engagieren, wird ebenfalls positiv beeinflusst. Es entsteht ein solidarisches Miteinander, das Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlichster Herkunft verbindet“. Träger vieler Nachbarschaftstreffs ist derzeit die Wohnforum GmbH, eine Tochter der städtischen Wohnbaugesellschaft Gewofag, betrieben werden die Einrichtungen von Ehrenamtlichen.

Die Messestadt war in der Vergangenheit gut mit Bewohnertreffs ausgestattet, inzwischen allerdings wird das Angebot kleiner. Der „Treff 18“ an der Willy-Brandt-Allee wurde 2014 ersatzlos geschlossen, beim Treff Oslostraße fiel zur gleichen Zeit der Zusatzraum an der Helsinkistraße weg.

„Der Treff Oslostraße, direkt angrenzend an den neuen Bauabschnitt, kann das Gebiet nicht mitbedienen, die Kapazitäten sind bereits ausgeschöpft“, haben daher nun die Ehrenamtlichen des Bewohnertreffs Oslostraße dem Truderinger Bezirksausschuss geschrieben. Mit Besorgnis habe man gehört, dass im vierten Bauabschnitt, der teils schon bezogen sei, kein neuer Treff entstehen werde. 200 Wohnungen der Gewofag würden im April 2017 bezugsfertig.

„Es sind sogenannte Kompro-A und Kompro-B-Wohnungen, welche einen erhöhten Bedarf an sozialer Betreuung mit sich bringen“, begründen die Aktiven ihre Besorgnis. Kompro-A- und Kompro-B-Wohnungen werden an Berechtigte mit niedrigem Einkommen vergeben. „Wir beantragen, dass die Einrichtung eines neuen Treffs geprüft und von der Stadt München gefordert wird“, heißt es aus diesem Grund im Antrag an den Bezirksausschuss.

Das Gremium stimmte am Ende zu, weil es einen weiteren Bewohnertreff ebenfalls für nötig hält. Allerdings wünscht sich der BA, dass die Einrichtung von der Stadt verwaltet wird und nicht, wie bisher üblich, von Ehrenamtlichen. „Trägerschaft und die damit verbundenen Haftungsrisiken können nicht durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter gestemmt werden“, so der Bezirksausschuss. Gabriele Mühlthaler

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