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Der BER lässt recht schön grüßen

Barrierefreier Ausbaus des S-Bahnhofs Riem

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Der Zeitplan für den barrierefreien Ausbau des S-Bahnhofs Riem ist komplett über den Haufen geworfen worden.

Peinliche Pannen bei den Planungen für den barrierefreien Ausbau des S-Bahnhofs Riem haben die Arbeiten zum Erliegen gebracht. Wann der Umbau fertig wird, steht derzeit in den Sternen.

Eigentlich sollte der barrierefreie Ausbau des S-Bahnhofs Riem im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. Doch dieser Termin ist mittlerweile reine Makulatur. Denn seit einigen Monaten ruhen die Arbeiten an der Station. Für Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser ein Unding - ebenso wie die „unzufriedenstellende Situation am Bahnhof“. Damit meint das Gemeindeoberhaupt vor allem den fehlenden Wetterschutz am Mittelbahnsteig und die schwer auffindbaren Stempelautomaten. Grund genug für die Gemeinde Aschheim die Verantwortlichen der Bahn auf die Missstände hinzuweisen und Lösungen anzumahnen. 

Doch das Antwortschreiben zeichnet ein erschreckendes Bild. ”Leider sind bei der Baumaßnahme München-Riem mehrere Faktoren zusammengekommen, die den ursprünglich geplanten zeitlichen Verlauf des Ausbaus komplett zunichte gemacht haben“, heißt es in dem Brief. Zu diesen „Faktoren“ gehören Unfälle ebenso wie grobe Planungsfehler. So habe ein entgleister Güterzug am Umschlagbahnhof Riem zu erheblichen Verzögerungen geführt, erklärt die Bahn. Aber auch Umplanungen seien erforderlich geworden. Grund sei ein fehlerhaftes Baugrundgutachten, das bewirkt habe, „dass die Grundwassersituation falsch eingeschätzt wurde“. Im Jahr 2018, als die Umbauarbeiten begonnen haben, sei die DB Station&Service AG noch davon ausgegangen, dass die dadurch verursachten Verspätungen im weiteren Verlauf der Maßnahme wieder aufgeholt werden könnten. „Dies hat sich jedoch aufgrund der Summe der Faktoren nicht bestätigt“, heißt es in dem Schreiben. Hauptgrund dafür sei, dass die eigentlich vorgesehenen Sperrpausen aufgrund der Verzögerungen nicht genutzt werden konnten. 

Die Probleme haben erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Fortgang des barrierefreien Ausbaus der S-Bahn-Station. „Die DB Station & Service AG lässt momentan die komplette Planung überarbeiten, um mit der Maßnahme schnellstmöglich wieder beginnen zu können“, teilt die Bahn der Gemeinde Aschheim mit. „Eine hohe Bedeutung kommt dabei der Ausarbeitung eines neuen Sperrpausenkonzeptes zu, da der Hauptteil der Baumaßnahmen nur durchgeführt werden kann, wenn die Strecke nicht befahren wird.“ 

Genau diese Sperrpausen sind es, die sogar zu einer jahrelangen Verzögerung führen könnten. Dennoch, so die Bahn in ihrer Stellungnahme, müssten diese Pausen „normalerweise“ drei Jahre im Vorfeld angemeldet werden. Dies sei erforderlich, damit das Betriebskonzept auf der jeweiligen Strecke entsprechend angepasst werden könne. Im Fall des S-Bahnhofs Riem würde dies bedeuten, dass der barrierefreie Ausbau erst 2022 fortgeführt werden kann. Die DB Station & Service AG werde jedoch versuchen, bereits für das Frühjahr 2020 Sperrpausen zu erhalten, macht die Bahn ein wenig Hoffnung und betont: „Das wäre unter den aktuellen Rahmenbedingungen das Optimum, was erreicht werden kann.“ 

Doch selbst bis feststeht, ob tatsächlich 2020 der Ausbau wieder aufgenommen werden kann, müssen sich die S-Bahn-Kunden noch gedulden. „Voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres“ werde nach Abschluss aller erforderlichen Prüfungen Gewissheit herrschen, ob der Baubeginn im Frühjahr 2020 realisiert werden kann, schreibt die Bahn der Gemeinde. Der Verlauf dieses Bauprojektes „ist natürlich nicht zufriedenstellend“, sehen deren Verantwortlich ein und beteuern, „oberstes Ziel ist es nun, die Verzögerungen so gering wie möglich zu halten. Gerne werden wir Sie zum weiteren Fortgang informieren.” Damit endet das Schreiben der Bahn auch schon. Zu weiteren Kritikpunkten der Gemeinde seien keine Angaben gemacht worden, so die Aschheimer Verwaltung, die auch darauf verweist, selbst nur wenig Einflussmöglichkeiten zu haben. Denn leider liege der Bahnhof komplett auf Münchener Stadtgebiet, so dass „die Gemeinde Aschheim wenig Mitspracherecht hat“. Dennoch würden sich Bürgermeister und Verwaltung mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für eine schnelle Umsetzung der Baumaßnahme einsetzen. 

Wie es weitergeht? Weitere Informationen erhält man laut Deutscher Bahn auf der Website www.bahnausbau-muenchen.de. Dort steht allerdings noch zu lesen: „Inbetriebnahme im 3. Quartal 2019.“

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