Eine Erfolgsgeschichte

Auszeichnung für Truderinger Markgrafenschule

Kathrin Schwendner, Lehrerin an der Grundschule an der Markgrafenstraße in Trudering, nahm in Bonn aus den Händen von Gernot Stiwitz, Leiter des pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz, den Preis für ihr Inklusionsprojekt entgegen.
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Kathrin Schwendner, Lehrerin an der Grundschule an der Markgrafenstraße in Trudering, nahm in Bonn aus den Händen von Gernot Stiwitz, Leiter des pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz, den Preis für ihr Inklusionsprojekt entgegen.

Die Truderinger Markgrafenschule hat in Bonn eine besondere Auszeichnung erhalten. Für ihr Projekt „Inklusion in der Grundschule“, verwirklicht mit Partnerschulen in Spanien und Italien, wurde der Einrichtung der Titel „Success Story“ (deutsch: Erfolgsgeschichte) verliehen.

200 Verantwortliche von Schulen und Bildungsorganisationen aus ganz Europa haben sich in Bonn zu einer Tagung getroffen. Ziel: die positiven Wirkungen europäischer Austauschprojekte auf Schule und Unterricht herauszuarbeiten und zu würdigen.

360 solcher Länder-übergreifender Projekte gab es im Jahr 2016, elf davon wurden als sogenannte „Success Stories“, also Erfolgsgeschichten, besonders ausgezeichnet. Eines dieser Projekte, die sich laut Jury allesamt durch Nachhaltigkeit und Relevanz auszeichneten, stammt aus der Feder einer Truderinger Lehrerin! Kathrin Schwendner von der Markgrafenschule entwickelte gemeinsam mit Kollegen aus Spanien und Italien das Projekt „Inklusion in der Grundschule“. Darin ging es darum, Schüler mit besonderem Förderbedarf – die in Deutschland, anders als in vielen anderen europäischen Ländern, immer noch zumeist an Förderschulen unterrichtet werden – in der Regelschule gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern effektiv lernen zu lassen. Vor allem durch kreative und sportliche Unterrichtseinheiten sollten die Kinder gemeinsame Stärken entdecken und Schwächen akzeptieren lernen. Eine Aufgabe im Sportunterricht bestand beispielsweise darin, gemeinsam europäische Wahrzeichen darzustellen: den Eiffelturm in Paris, das Brandenburger Tor in Berlin, die Tower Bridge in London oder den schiefen Turm von Pisa. Die Schüler mussten also akrobatisch aufeinander klettern, einander halten und stützen.

Das Konzept, das Kathrin Schwendner zu diesen Unterrichtseinheiten schrieb, kann nun auch an anderen Schulen verwendet werden.

Das bayerische Kultusministerium ist von der Arbeit der Markgrafenschule ebenfalls begeistert. An diesem Freitag soll es daher ab 10 Uhr einen kleinen Festakt in der Grundschule geben, wobei eine Vertreterin des Ministeriums gratulieren und eine Urkunde verleihen will.

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