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Auswirkungen des trockenen Sommers im Truderinger Wald

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Schilder stehen an einem ausgetrockneten See.
Der Rothsee ist ausgetrocknet, das Badeverbotsschild nur mehr ein groteskes Relikt. © oh

Der Rothsee ist ausgetrocknet. Ob sich die Kiesgrube jemals wieder mit Wasser füllt, ist fraglich.

Vor ziemlich genau zwei Jahren machten sich die SPD in Trudering-Riem und Perlach-Waldperlach große Sorgen um die Kiesgrube im Truderinger Wald. Sie beklagten, dass es im Frühjahr einen Grundwassertiefstand gab, der zu einer beträchtlichen Austrocknung der Kiesgrube am Friedrich-Panzer-Weg führte.

Die SPD hat damals umfangreiche Fragen an das Referat für Gesundheit und Umwelt sowie das Kommunalreferat gestellt. Außerdem forderten die Sozialdemokraten, dass die Stadt München den Erwerb der Kiesgrube tätigt und die entsprechenden Schutzmaßnahmen übernimmt, welche vorausschauend festzulegen sind. Falls ein Kauf zeitnah nicht möglich sei, schlug die SPD damals vor, zumindest eine entsprechende Grunddienstbarkeit einzutragen. Zu hoffen sei, dass die Kiesgrube so weiter für die Natur und die Bevölkerung erhalten werden könne, so die Sozialdemokraten vor zwei Jahren.

Geholfen hat das nichts. Inzwischen ist die Kiesgrube, auch Rothsee genannt, ausgetrocknet, Fische, Amphibien und Wasservögel sind verschwunden, das Badeverbotsschild ein groteskes Relikt.

Der Grundwasserspiegel Münchens sinkt sichtbar und messbar (geoportal.muenchen.de) und befindet sich damit in EU-weiter Krisengesellschaft. Es ist also höchste Zeit, das immer spärlichere Regenwasser im Münchner Boden ankommen zu lassen, anstatt es über zunehmende Versiegelung immer schneller ins Schwarze Meer zu leiten, lautet die Forderung von Anwohnern.

Der Rothsee könnte für immer verschwunden sein, aber das Landschaftsschutzgebiet Truderinger Wald, das obendrein in einem Wasserschutzgebiet liegt, sollen die Münchner Bürger intakt behalten dürfen.

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