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Messestadt: Schön, aber unbeweglich

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In der Messestadt sind sogenannte Unterflurcontainer aufgebaut. Anders als normale Wertstoffcontainer können sie nicht so einfach an einen anderen Standort versetzt werden. Grund: An der Erdoberfläche bleibt nur eine Einfüllsäule stehen.
In der Messestadt sind sogenannte Unterflurcontainer aufgebaut. Anders als normale Wertstoffcontainer können sie nicht so einfach an einen anderen Standort versetzt werden. Grund: An der Erdoberfläche bleibt nur eine Einfüllsäule stehen. © kn

Die Unterflurcontainer an der Kopenhagenstraße sind neu zugezogenen Messestädtern ein Dorn im Auge. Scherben und Müll vor der Haustüre wollen sie nicht und fordern, die Container an eine andere Stelle zu verlegen.

Des einen Freud ist des andern Leid: Wertstoffcontainer nahe der Wohnung findet so mancher komfortabel, während andere sich über die Hinterlassenschaften neben den Einwurfschlitzen vor der Haustür ärgern.

Beim Truderinger Bezirksausschuss beschwerte sich ein Messestädter, der Ende November in einen der Neubauten des vierten Bauabschnitts eingezogen ist, weil direkt im Hauseingangsbereich an der Kopenhagenstraße sogenannte Unterflurcontainer stehen.

„Verunreinigungen durch Glas- und Plastikscherben, teils großflächig verteilt“ stören ihn ebenso wie die Aussicht auf üble Gerüche, die an warmen Sommertagen durch offene Türen und Fenster in die Wohnung ziehen könnten. Verunreinigungen im Umfeld der Container würden vom Entsorgungsbetrieb nicht schnell entfernt, klagte der Anwohner. „Aus genannten Gründen können wir nicht verstehen, warum man Müllcontainer in einem Hauseingangsbereich unter bewohnten Wohnungen platziert – ein Bereich den man nur schwer umgehen kann. Wir sind der Meinung, dass Kinder ein Recht auf eine sichere Umgebung haben und bezweifeln, dass das aufgrund der Unterflurcontainer im Hauseingangsbereich gegeben ist“, schrieb er an den Bezirksausschuss. Im Gespräch mit einem Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs München habe er erfahren, dass die Umplatzierung zu kostenintensiv sei und die Stadt die Standorte im Freiflächenrahmenplan bereits grob festgelegt habe. „Wir verstehen, dass die Planungen abgeschlossen sind, allerdings ist die Bebauung des Viertes noch im Gange, so dass sich die Kosten unseres Erachtens in einem tragbaren Rahmen befinden könnten“, findet der Anwohner. Aus städtebaulichen Gründen werden in der Messestadt Unterflurcontainer errichtet, statt der üblichen oberirdischen Wertstoffinseln. Die kosten gerade mal ein Fünftel der rund 40.000 Euro, die für einen Unterflurcontainer-Standort zu Buche schlagen. Der kann, im Gegensatz zur billigen Inselvariante, allerdings nicht einfach „umplatziert“ werden. Der Bezirksausschuss leitete das Schreiben das Anwohners an die Stadt weiter.

gm

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