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Ärger über Glasfaserausbau in Trudering

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Diese Baustelle an der Wasserburger Landstraße sorgte zuletzt für Irritationen unter Truderinger Internet-Nutzern.
Diese Baustelle an der Wasserburger Landstraße sorgte zuletzt für Irritationen unter Truderinger Internet-Nutzern. © kn

„Die Stadtwerke erschließen die Landeshauptstadt mit Glasfaser und ermöglichen den Nutzern High-Speed-Internet“ hieß es zuletzt in mehreren Pressemitteilungen des Unternehmens. In Trudering wundert man sich daher derzeit über eine Baustelle an der Wasserburger Landstraße: Dort werden zwar Glasfaserkabel verlegt, aber nicht für die Anlieger.

„Unmöglich“ sei das Verhalten der Stadtwerke München (SWM), schimpfte Georg Kronawitter vergangene Woche. Grund für den Zorn des BA-Mitglieds: Entlang der Wasserburger Landstraße wird derzeit ein Glasfaseranschluss verlegt, der laut Kronawitter aber nur die Grundschule und den Hort an der Turnerstraße bedient. Alle Anlieger – also die Gewerbetreibenden sowie Wohnungsbesitzer – würden dagegen weiter „mit dem Kupfer ins Gebirg schauen“. Oder anders formuliert: Langsamer im Internet surfen. „So wird die Datenzukunft Waldtruderings begraben“, fand Kronawitter. Und das noch dazu „mit städtischen Steuermitteln“. HALLO fragte deshalb bei den Stadtwerken nach: Warum wird nur die Schule an die schnelle Datenautobahn angeschlossen?

SWM-Sprecher Michael Solic klärt auf: Grundsätzlich würden die Stadtwerke derzeit zwei parallel verlaufende Glasfaserausbauprojekte betreiben. Das erste Projekt, gemeinsam mit der Firma M-net durchgeführt, betreffe den Glasfaserausbau für Privatkunden, Selbständige und Gewerbetreibende im Bereich der Landeshauptstadt. Hierfür gebe es 27 Ausbaugebiete, die laut Solic „bis 2021/22 abgewickelt werden müssen“. Das Problem: Trudering gehört noch nicht zu diesen Ausbaugebieten, da „aus Kapazitätsgründen“ hierfür noch keine Planung möglich gewesen sei. Die Glasfaserarbeiten, die aktuell entlang der Wasserburger Straße stattfänden, würden daher im Rahmen eines weiteren SWM-Internetprojekts stattfinden: nämlich dem Anschluss von Schulen. Diese Maßnahmen seien von der Stadt München in Auftrag gegeben und finanziert und würden daher „unabhängig von den festgelegten Ausbaugebieten vorangetrieben“, so der SWM-Sprecher.

Angst, dass ihre Gehwege – für den Anschluss der Privathaushalte ans Glasfasernetz – in ferner Zukunft erneut aufgebuddelt werden müssen, brauchen die Truderinger laut Solic jedoch nicht zu haben: „Selbstverständlich werden bei allen Baumaßnahmen im Strom- oder Telekommunikationsbereich Leerrohre mitverlegt, was die zukünftige Erschließung maßgeblich erleichtert.“ Dass „einzelne Trassen“ jedoch nochmals kurzzeitig geöffnet werden müssen, dürfte sich allerdings „beim nachgelagerten flächigen Ausbau nicht vermeiden lassen“.

Auf eine zeitliche Perspektive allerdings, wann genau die Truderinger Bürger ihr schnelles Internet erhalten sollen, wollte sich SWM-Sprecher Solic nicht festlegen lassen. 

zip

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