Beliebt, aber zu gefährlich

Absage an Schwimminsel am Riemer See

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Auch künftig wird es am Riemer See keine Schwimminsel geben. Die Kreiswasserwacht legte ein klares Veto gegen die Pläne ein.

Ideen für eine Schwimminsel im Riemer See tauchen im Bezirksausschuss Trudering-Riem immer wieder auf. Doch die Absage durch das Baureferat könnte deutlicher kaum sein.

Den ersten Versuch gab es 2008. Den nächsten dann 2011. Und nun war es wieder soweit: Der Bezirksausschuss Trudering-Riem fragte beim Baureferat nach, ob nicht doch die Zeit gekommen sein, im beliebten Riemer See eine Schwimminsel zu installieren. Ist sie nicht, heißt es nun unmissverständlich aus der Stadtverwaltung. Und wer die Begründung liest, dem fehlt der Glaube, dass sich an dieser Einstellung in absehbarer Zeit etwas ändern wird.

Hauptargument gegen eine Insel war und bleibt, dass sie ein zusätzliches Risiko für die Schwimmer ist. Sie könnten ihre eigenen Kräfte überschätzen und auf dem Weg zur Insel dadurch in Gefahr geraten. Auch an den Befestigungen der Insel selbst könnten sie sich verhaken. Mittlerweile gibt es zu einem Fall aus Koblenz sogar ein Urteil des Bundesgerichtshofes: Eine Jugendliche hatte sich in Bojen verfangen, die einen Bereich des Sees markieren sollten. Sie wurde erst sehr spät gefunden und konnte zwar reanimiert werden, trug aber durch den Unfall irreparable Hirnschäden davon. Die 12-Jährige wird für den Rest ihres Lebens pflegebedürftig bleiben.

Solche Horrorszenarien sollen am Riemer See verhindert werden. Die Kreiswasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes stellt sich daher klar gegen Schwimminseln. Das BGH-Urteil hätte vielmehr dazu geführt, dass die meisten Schwimminseln im Landkreis Fürstenfeldbruck abgebaut werden.

mh

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