Startschuss für den Winterdienst

Von vielen wurde er sehnlich erwartet, andere murren über die weiße Pracht: Schnee bringt viel Freude – aber eben auch Arbeit. Für den Winterdienst verheißen die Flocken vor allem eines: einen frühen Dienstbeginn. In Haar verlassen die ersten Schneeräumfahrzeuge werktags schon ab 3.30 Uhr den Bauhof. Nur am Sonntag dürfen auch die Schneeräumer länger schlafen, denn dann wird „erst“ ab 5 Uhr geräumt.

Die Gemeinde Haar verfolgt seit Jahren mit dem Zwei-Stufen-Räumplan eine bewährte Strategie. Dabei werden als erstes die Hauptverkehrswege schnee- und eisfrei gemacht. Das bedeutet: Große Straßen, Busstrecken, Schulzugänge und die S-Bahn-Unterführun­gen haben Priorität, denn sie müssen bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs geräumt und gestreut sein. Was viele nicht wissen: auch öffentliche Fußgängertreppen oder Brücken sowie die Bushaltestellen gehören hier dazu. Und die werden von insgesamt drei Mitarbeitern noch per Hand geschaufelt und gestreut. „Ab ungefähr 7 Uhr sind wir mit Stufe eins durch“, sagt Hans Steininger, Leiter des Bauhofes und Einsatzleiter des Winterdienstes. Dann sind die kleineren Straßen an der Reihe. „Die werden allerdings nicht gesalzen, nur bei besonderer Wetterlage, wie etwa Blitzeis“, erklärt Steininger. Für die Bundesstraßen ist die Gemeinde allerdings nicht zuständig, die werden von der Straßenmeisterei in Riem geräumt. Bis etwa 9.30 Uhr ist die Haarer Truppe mit der morgendlichen Räumung fertig. Dann besteht Bereitschaft bis 20 Uhr. Insgesamt sechs Fahrzeuge, drei große Straßenräumer und drei kleinere Räumer für die Rad- und Fußwege, sind im Einsatz. Räumpflicht – auch für die Bürger Aber auch für die Haus- und Grundstücksbesitzer beginnt mit dem Winter eine arbeitsreichere Zeit, denn auch sie sind von der Räumpflicht betroffen. An Werktagen besteht diese Pflicht zwischen 7 und 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen müssen die Gehwege erst ab 8 Uhr frei sein. Salz darf auf die Haarer Gehwege jedoch nur in äußerst gefährdeten Bereichen (wie etwa Steigungen) und maßvoll eingesetzt werden. Splitt ist hier die erste Wahl. „Wir haben 70 Streukisten im ganzen Gemeindegebiet“, sagt Steininger. Hier dürfen die Bürger das Streugut entnehmen. Noch ist genug Vorrat vorhanden. Um eines bittet der Bauhofleiter die Bevölkerung allerdings: Wenn die privaten Flächen geräumt werden, soll der Schnee möglichst nicht auf die Straße oder die Fahrradwege geschippt werden – denn dann muss die Räumtruppe erneut anrücken. Ansonsten freut sich der Einsatzleiter nun schon auf die kalte Zeit. „Jetzt darf der Winter auch wirklich kommen! Wir sind bestens gerüstet, die Lager sind voll“, erklärt Steininger. 300 Tonnen Splitt und 250 Tonnen Salz lagern in den Hallen der Gemeinde. Eislaufen in Haar An einer Stelle in Haar darf es der Winterdienst aber auch so richtig schön rutschig machen: Der Natureisplatz an der Parkstraße wird ebenfalls vom Bauhof hergerichtet. Und auch hier ist es nun bald soweit. „Ich hoffe, dass wir im Laufe dieser Woche zum ersten Mal mit Wasser aufspritzen können“, freut sich Steininger. Die Bande ist jedenfalls schon repariert, die etwa Fußballfeld große Teerfläche geglättet – jetzt muss nur noch der Boden kalt genug werden. „Wenn die Witterung so bleibt, dann können die Haarer zu Weihnachten hier Eis laufen“, verspricht er. Bis 22 Uhr ist der Platz dann beleuchtet. – CE –

Auch interessant:

Meistgelesen

Der Beste kommt aus Ottendichl
München Ost
Der Beste kommt aus Ottendichl
Der Beste kommt aus Ottendichl
Okay für Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes
München Ost
Okay für Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes
Okay für Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes
Das Dutzend ist voll
München Ost
Das Dutzend ist voll
Das Dutzend ist voll
Topfit mit der Turnabteilung
Topfit mit der Turnabteilung

Kommentare