Sprach-Zertifikat für „Villa Kunterbunt“

Die Mitarbeiterinnen der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ haben erfolgreich an dem Projekt „Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen teilgenommen. Die „Villa Kunterbunt“ ist die achte Einrichtung der Gemeinnützigen Paritätischen Kindertagesbetreuung Südbayern, die das Zertifikat erhält. Doris Rauscher (vorne 2.v.r., Paritätische Tagesstätte) überreichte die Urkunde an Einrichtungsleiterin Anna Dauer (vorne 2.v.l.) und ihre Mitarbeiterinnen. Foto: Charly D

Die Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ ist jetzt mit dem Sprach-Zertifikat ausgezeichnet worden.

Die Kinderkrippe am Kreuzerweg 28 ist inzwischen fester Bestandteil im Stadtteil Trudering. Bereits seit 1984 gibt es diese Einrichtung und seit 1993 befindet sie sich unter der Trägerschaft der Gemeinnützigen Paritätischen Kindertagesbetreuung Südbayern GmbH, die nun mit der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ ihre achte Einrichtung feiert, die mit dem Sprachzertifikat ausgezeichnet wurde. Das Projekt „Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen“ wird durchgeführt vom Bayerischen Staatsinstitut für Frühpädagogik und gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit. Die fast zweijährige Teilnahme an dem Projekt war sehr erfolgreich, im fachlichen Coaching für das pädagogische Personal wurden viele neue Impulse gesetzt und damit die sprachliche Förderung der Kinder optimiert. Unterstützt wurden die Leiterin Anna Dauer und ihr Team während des Projektes durch die erfahrene Sprachberaterin Claudia Coduro-Schreiber. Die Kinderkrippe 24 Kinder zwischen acht Wochen und drei Jahren bringen Leben in die Räumlichkeiten der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“. Im orangen, blauen und gelben Zimmer finden täglich wechselnde Bildungsangebote statt, aus denen die Kinder altersunabhängig auswählen können. Die Kinder bestimmen Tätigkeit, Spielpartner, Tempo und Dauer der Beschäftigung weitgehend selbst. Dazu finden sie in einer vorbereiteten Umgebung Materialien, mit denen sie sich selbständig auseinandersetzen können. Die vielfältigen Aktivitäten wie Freispiel im Garten, Lesen in der Bücherecke, Spiel mit Kugelbahn, Perlenketten, Autos und Schleichtieren, Bauen mit Lego- und Holzbausteinen oder Magnetkugeln, kreativen Angeboten wie Malen oder Kneten, Singen und erste musikalische Erfahrungen mit Orff-Instrumenten fordern die Kinder zur Kommunikation auf. Selbst die Jüngsten kommunizieren bereits mit den anderen Kindern. Kinder helfen Die Kinder helfen gerne mit und sind stolz, wenn sie Aufgaben übernehmen dürfen. So entstand während des Projektes auch der Kinderdienstplan. Es gibt vier Dienste, die jeden Morgen neu verteilt werden und die auf einer Magnettafel von den Kindern nachgeschaut werden können. Viele Kinder gehen morgens bei der Ankunft sofort dorthin, um zu überprüfen, ob sie heute bei einem Dienst eingeteilt sind, freuen sich über ihre Aufgaben und erzählen es freudestrahlend gleich anderen Kindern oder den Erwachsenen. Sie können zwar noch nicht lesen, aber selbst kleine Kinder können bereits die Tierzeichen benennen und zuordnen. Die Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg sowie für die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan ist sie eine der Schlüsselqualifikationen für alle Kinder. Durch das Sprachprojekt wird der Bildungsbereich Sprache und Literacy und seine Verankerung in der Konzeption und Praxis von Kindertageseinrichtungen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Kürzlich überreichte im Rahmen eines Adventkaffees Doris Rauscher von der Gemeinnützigen Paritätischen Kindertagesbetreuung Südbayern GmbH im Beisein der Eltern und Kinder das Zertifikat des Sozialministeriums an die Leiterin der Kinderkrippe Anna Dauer.

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