Spontan dem Suppenteam angeschlossen

Einladend steht die Tür zum Café Dompfaff offen. Gemütliche Ledersofas bieten sich zum entspannten Plausch an. Ältere Menschen mischen sich unter die jungen Mütter mit ihren Kindern. Offensichtlich fühlen sich alle in dem hellen, großzügigen Raum wohl. Hinter dem Tresen stehen ältere Damen und sorgen für Kaffee und Kuchen. Was jedoch nur wenige wissen, alle Helfer und Helferinnen im Café arbeiten ehrenamtlich.

Viele aus dem Team der Ehrenamtlichen sind lange mit dem Familienzentrum verbunden, so wie Tamara Seib. Sie kam vor über 30 Jahren mit ihren Kindern, um sich mit anderen Familien zu treffen. Nun ist die Physiotherapeutin in Rente und hat Zeit und Lust sich im neuen „GenerationenTreff“ einzubringen: „Ich finde die Idee toll, nicht nur Jüngere, sondern auch ältere Leute anzusprechen und dafür bietet sich das Café wirklich an.“ So war sie schon vor der Eröffnung des Cafés mit fast 20 Mitstreitern in der Planungsgruppe, hat Möbel mit ausgesucht und aufgebaut. Eng mit dem Familienzentrum ist auch Edeltraud Pfefferles Biographie verwoben: Sie leitete in der Anfangsphase des Familienzentrums 15 Jahre lang als Erzieherin Mutter-Kind-Gruppen und war stark für den Kreativbereich zuständig. Nun genießt sie es, ehrenamtlich im Café Milchkaffee und Kuchen zu verkaufen. „Ich bin nicht so in der Pflicht. Alle haben die gleichen Rechte und können ihre Meinung frei äußern“, sagt Edeltraud Pfefferle. Was Freude macht Diese Erfahrung teilt Elsbeth Köberlein: „Ich habe etwas gefunden, was mir Freude macht und unkompliziert ist. Es ist kein Problem, wenn ich mal weg bin.“ Bis vor zwei Monaten hatte sie keine Berührungspunkte mit dem Familienzentrum. Deshalb habe sie länger gebraucht, bis sie sich – zusammen mit einer Freundin - gemeldet habe. Doch die Aufnahme sei so herzlich gewesen, dass sie sich spontan dem Suppenteam angeschlossen habe. Im Juni gab es dann an einem Donnerstag ihre Tomatensuppe. „Und dass sie allen geschmeckt hat und der Suppentopf am Ende leer war, das hat mich gefreut“, erzählt Elsbeth Köberlein zufrieden. Viel zur positiven Atmosphäre trägt Claudia Hostlowky bei. Sie koordiniert und begleitet als hauptamtliche Kraft den Einsatz der Ehrenamtlichen. Sie sorgt dafür, dass sich alle vom Kaffeedienst regelmäßig als Gruppe treffen. Sie führt neue Mitarbeiter in die Geheimnisse der Kaffeemaschine ein, erstellt die Dienstpläne und sorgt für die Werbung, wenn Veranstaltungen im Café stattfinden. „Es ist für uns Ehrenamtlich sehr entlastend, dass jemand die Verantwortung trägt, ohne diktatorisch zu sein. Im Ernstfall sagt Claudia, wo es lang geht,“ beschreibt Edeltraud Pfefferle das Verhältnis von Ehren- und Hauptamtlichen. Konzept geht auf Dass das Konzept aufgeht, zeigt der rege Besuch im Café. Die Mütter genießen es, bedient zu werden. „Unsere Gäste sind ganz unkompliziert, wenn mal was vom Kuchen etwas abgebrochen ist, macht das gar nichts“, erzählt Jeannett Dieckhoff, die übers „HALLO“ auf den „GenerationTreff“ aufmerksam wurde. Nur über mehr ältere Gäste würde sie sich freuen, denn noch immer würde sie gerne im „FamilienZentrum Trudering“ einen Jogakurs für Senioren aufbauen. Übrigens ist das „Café Dompfaff“ im hinteren Gebäudeteil vom „FamilienZentrum Trudering, der Generationentreff“. Der Eingang ist behindertengerecht im Erdgeschoss. Der Dompfaffweg 10 befindet sich zwischen der Wasserburger Landstraße und der S-Bahnstation Gronsdorf. Das „FamilienZentrum Trudering, der GenerationenTreff“ wird aus Mitteln der Stadt München und aus Mitteln des Vereins „Miteinander Trudering e.V.“ getragen. Wer sich eine Mitarbeit im Café vorstellen könnte, kann sich gerne an Claudia Hostlowsky wenden, Telefon 430 36 96.

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