Sicherheitskonferenz in Vaterstetten

Was an Prävention und Kontrolle zum Schutz der Jugend im öffentlichen Raum erfolgen kann, wird auch erfolgreich durchgeführt, so das Resümee im Vaterstettener Sicherheitsbeirat. Das Thema Alkohol beherrschte die Sitzung des Sicherheitsbeirates.

Über eine erfreuliche Entwicklung bei öffentlichen Veranstaltungen der Vereine, berichtete Vaterstettens Jugendpfleger Jörg Cordruwich. Generell achte man bereits bei den Plakaten auf Grafik und Text, damit nicht mit billigem alkoholischen Lockangeboten geworben wird. Kontrolliert werden kann allerdings nur auf öffentlichem Raum und Gemeindegrund, nicht aber auf Privatgrund, bestätigte man seitens der Verwaltung. Gegen „exzessives Saufen“ bei sturmfreier Bude könne man nur präventiv mit Projekten wie „Duselkabinett“ arbeiten, erläuterte der Jugendpfleger und erhielt Bestätigung von Jugendamtsmitarbeiterin Judt. Beim „Duselkabinett“ erhalten die Jugendlichen eine „Promille-Brille“, die die eingeschränkte Sichtweise alkoholisierte Personen nachempfinden lässt und ein „normales“ Verhalten nahezu unmöglich macht. Ein weiterer Baustein zur Sicherheit könnte die alte Tradition des „Münz-Werfens“ sein. Damit wird in der Gruppe zu Beginn der Veranstaltung geklärt, wer nüchtern bleibt und heimfährt, aber auch von den anderen die nichtalkoholischen Getränke bezahlt bekommt. Erfolgreich ist das Projekt „Notinsel“ angelaufen. Im Gemeindegebiet können Kinder in Notsituationen an rund 40 Anlaufstellen Hilfe erhalten. Die Anlaufstellen konzentrieren sich dort, wo Geschäfte angesiedelt sind. Hier gilt es noch, neue Wege zu schaffen, vom Security-Service, der auch dem Sicherheitsbeirat Bericht erstattet, werden insbesondere die S-Bahnhöfe aber auch Spielplätze nächtens kontrolliert und bisweilen auch Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Besonders auffällig werden immer wieder Personen, die augenscheinlich nicht in Deutschland geboren wurden, so der Vertreter der Sicherheitsfirma. – A.R. –

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