SWM Seismik-Messkampagne im Münchner Osten

Suche nach Energie aus der Tiefe

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Mit Vibro-Fahrzeugen machen sich die Stadtwerke München auf die Suche nach Energie aus der Tiefe.

Die Stadtwerke München (SWM) starten eine neue Seismik-Kampagne, auch im Münchner Osten.

Durch den Einsatz der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wollen die Stadtwerke zur Luftreinhaltung in München beitragen. Bis 2040 soll München die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird. Den wesentlichen Beitrag wird die Geothermie liefern. 

Um herauszufinden, wo es die entsprechenden Potenziale in Münchens Untergrund gibt, haben die SWM eine Seismik-Kampagne beauftragt. Die Messkolonne wird voraussichtlich ab 23. Juli, entlang zweier parallel verlaufender Ost-West-Routen und entlang zweier parallel verlaufender NordSüd-Routen unterwegs sein.


Route A 1 tangiert die Bereiche Putzbrunn, Perlach, Harlaching, Mittersendling, Westpark, Laim, Pasing und Obermenzing. Die Route führt von Ödenstockach über Otto-Hahn-Ring, Fasangartenstraße, Lincolnstraße, Karneidplatz, Mangfallplatz, Grünwalder Straße, Brudermühlstraße, Sylvensteinstraße, Passauerstraße, Partnachplatz, Ohlstaedter Straße, Krüner Straße, Taeutterstraße, Senftenauerstraße, Camerloherstraße, Mitterfeldstraße, Am Knie, Landsberger Straße, Offenbachstraße, Grandlstraße zur Blutenburg.

 

Die Route A 2 tangiert Trudering, Neuperlach, Ramersdorf, Giesing, Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe, Neuhausen und Nymphenburg. Sie führt vom Schrammingerweg über Fauststraße, Quiddestraße, Werinherstraße, Kolumbusplatz, Kapuzinerstraße, Theresienwiese, Ridlerstraße, Landsberger Straße, Hirschgarten, Hirschgartenallee, Maria-Ward-Straße zur Menzinger Straße.


Bereits jeweils einige Tage vor den Messfahrten werden im Bereich der einzelnen Routen Geophone und Kabel verlegt, die das Signal aus dem Untergrund auffangen. Mit Hilfe der Messungen wird erkundet, wie der Münchner Untergrund geologisch aufgebaut ist. Die so genannte Vibro-Seismik funktioniert ähnlich einem Echolot: Entlang einer Linie werden an vielen Stellen auf Straßen und Plätzen in München Schwingungen in die Tiefe ausgesendet. Über zahlreiche, entlang der Messlinien im Boden steckende Geophone wird das Echo aufgezeichnet. Die Geophone funktionieren dabei wie hochempfindliche Mikrofone, die das reflektierte Schallsignal aus dem Untergrund aufnehmen und messen. Das umfangreiche Messmaterial wird detailliert ausgewertet. 


Die „Vibro-Fahrzeuge“ bewegen sich äußerst langsam als Kolonne auf ihrer Route, ähnlich einer kleinen Wanderbaustelle. Etwa alle 40 Meter setzen sie ihre Schwingungsplatten auf den Untergrund auf und vibrieren dreimal gleichzeitig für rund 12 Sekunden.

Die Fahrzeuge sind laut und brauchen viel Platz. Deshalb wird der Konvoi vorne und hinten von Begleitfahrzeugen gesichert.

Die SWM bitten um Verständnis für etwaige Lärmbelästigungen. Nach der Devise „schnell hin und schnell wieder weg“ sind sie bemüht, Beeinträchtigungen für Anlieger und Verkehrsteilnehmer möglichst zu minimieren. Im normalen Messbetrieb ist der Konvoi in rund 20 Minuten an den jeweiligen Anwohnern vorbei gewandert. 

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