„20 sec. gegen Rechts“

14- bis 20-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg sind aufgefordert, in der Sommerpause einen Handy-Clip oder einen Kurzfilm zu machen, und für den Kreisjugendring und das Bündnis Bunt statt Braun ins Leben gerufenen Wettbewerb „20 sec. gegen Rechts“ einzureichen. Themen sind „Toleranz und Demokratie“, „stark sein gegen Fremdenfeindlichkeit“ oder „gegen Rechtsradikalismus“.

Teilnehmen können einzelne Personen oder auch Gruppen. Die Kurzfilme können dabei sowohl mit dem Handy als auch mit einer Videokamera erstellt werden. Da dabei die Qualität der Filmaufnahme unterschiedlich ist, werden von einer Jury mit Fachkompetenz die Filme in den beiden Kategorien – Handy und Videokamera – unabhängig voneinander getrennt bewertet. Einsendeschluss für CD mit Film sowie ausgefülltem Teilnahmeformular ist der 28. September. Bevor die Jury die endgültige Entscheidung über die Preisverteilung trifft, werden die zehn besten Filme in einem öffentlichen Voting auf Youtube ermittelt. Sechs Gewinner können sich gestaffelt dann 300 Euro teilen. Gleich zweimal werden die Preisträger öffentlich gefeiert: mit einer Party im Poinger JUZ am 13. und mit einem Weißwurstfrühstück im Ebersberger Jugendtreff am 14. November. Präsentiert werden sollen die Filme auch später im Netz und eventuell im Kino. Was gegen die guten Sitten verstößt, Gewalt verherrlichend ist oder rassistischen Inhalt hat, wird zum Wettbewerb nicht zugelassen, versicherte das Sprecherteam von Bunt statt Braun. Grundsätzlich prüfe man auch, ob Persönlichkeitsrechte gewahrt und Urheberrechte nicht verletzt werden, bevor die Filme zum öffentlichen Voting ins Netz gestellt werden. Rechtsradikale machten bisweilen interessante Freizeitangebote, um Jugendlich anzulocken und erst später für ihre Ideologie zu gewinnen. Hier müsse man attraktive Aktionen entgegensetzen, so Judt. Die Technik zur Erstellung der Kurzfilme, aber auch die Abstimmung im Internet gehörten inzwischen zum Alltag der Jugendlichen, ist die Vertreterin des Jugendamtes überzeugt. Für Aufkleber zum Wettbewerb zeichnete erneut Bernd Wolfram verantwortlich. Dass die Aktionen Bunt statt Braun gut angenommen werden und bei viel Jugendlichen die Aufkleber schon in der Vergangenheit oft zu finden waren, motiviert Hartmut Thumser immer wieder zu neuen Ideen. Schon jetzt freut sich das Team um Hartmut Thumser, Angela Warg-Portenlänger, Bettina Judt, Daniel Kalteis, Peter Wollblodt, Melanie Michalski und Janna Aßmann auf viele Wettbewerbsbeiträge. Warg-Por­tenlänger sucht noch einen Filmexperten, der sich der Jury anschließt. Ausführliche Informationen zum Wettbewerb gibt es online unter www.bunt-ebe.de/kurzfilm-wettbewerb. – A.R. –

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