„Schritte gegen Tritte“

Auf Einladung des Jugendpflegers der Gemeinde Vaterstetten, Jörg Cordruwisch, besuchten Frau Fenchel-Widmann und Herr Widmann Anfang November die Klasse 9a der Hauptschule in Vaterstetten mit dem bundesweit bekannten Projekt „Schritte gegen Tritte“.

„Schritte gegen Tritte“ ist ein Gewaltpräventionsprojekt für Jugendliche ab der 7. Klasse. Es thematisiert strukturelle, ethnische und personale Gewalt und bietet Jugendlichen Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung in altersgemäßer und geschlechtsspezifischer Form. Als kirchliches Projekt hat es seine Quellen in der biblischen Spiritualität der Gewaltfreiheit, bezieht jedoch ein weites Spektrum anderer religiöser und weltanschaulicher Erfahrungen mit ein. Basierend auf der Anti-Rassismus- und Anti-Apartheidsarbeit in Südafrika wurde es 1993 vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen durch Pastor Klaus J. Burckhardt entwickelt und in Deutschland eingeführt. Vergleichen wir die Erscheinungsformen von Gewalt an verschiedenen Schulen, so wird rasch eine große Bandbreite deutlich. Gewalt hat viele verschiedene Gesichter. Sie äußert sich offen oder versteckt, verbal oder nonverbal, persönlich oder strukturell; sie kann sich gegen Einzelne oder gegen Gruppen richten; sie geht von Jungen wie Mädchen, Männern und Frauen aus. Gewalt hat ihre eigene Dynamik, ihre eigenen Gesetze. Und vor allem, sie macht Angst und erzeugt eine Spirale weiterer Gewalt. Die Schüler entdecken bei diesem Projekt, dass sie über ihre eigenen Gewalterfahrungen reden können, ohne dabei ausgelacht zu werden. Sie erfahren, dass Angst vor Gewalt „normal“ ist. Und sie lernen auf Körpersignale zu achten und sich ihrer eigenen Möglichkeiten und Ressourcen bewusst zu werden. Auf diese Art und Weise wird das persönliche Selbstwertgefühl gestärkt. Während des Projekts werden Alternativen zu Gewalt aufgezeigt und Zivilcourage wird als Stärke erfahren. Die Schüler der Klasse 9a trainierten insbesondere anhand von Gesprächsgruppen, Simulationsspielen, Mobbingübungen und sahen ein Video über Gewalt in der Frankfurter U-Bahn, welches die Problematik eindrucksvoll veranschaulichte.

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