Schnellere Feuerwehr-Hilfefristen für Waldtrudering

Rettungsweg Riemer Park

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Von ihrem Standort in der Messestadt kann die Feuerwache 10 Kirchtrudering schwer erreichen.

Weil laut Berechnung die Hilfefristen von zehn Minuten in Waldtrudering häufiger überschritten werden, strebt die Branddirektion München spezielle Durchfahrts-Möglichkeiten für Rettungskräfe durch den Riemer Park an.

Wenn es in Waldtrudering brennt oder die Feuerwehr aus anderen Gründen alarmiert wird, müssen die Kräfte der Wache 10 an der Joseph-Wild-Straße einen großen Bogen fahren, um zum Einsatzort zu gelangen. Durch den Riemer Park hingegen wären die Rettungskräfte in kürzester Zeit an der Schwablhofstraße und in Waldtrudering.

Zwar weist dieser Bereich im Vergleich zur hoch verdichteten Innenstadt kein erhöhtes Gefährdungspotential auf, doch hat die Branddirektion München in einer Stadtratsvorlage aufgeführt, dass es in Teilen Waldtruderings „zu häufigeren Überschreitungen der Hilfsfrist von zehn Minuten kommt“. Hier wurden Ergebnisse eines Simulationsverfahrens zu Grund gelegt, die auf statistisch ermittelten Kennzahlen fußen. Denn außer dem schlechten Anfahrtsweg von der Feuerwache 10 spielen noch andere Fakten für die Einhaltung der Hilfsfrist eine Rolle wie Doppeleinsätze, die Witterung und das Verkehrsaufkommen. Waldtruderinger, welche die Feuerwehr außerhalb der Stoßzeiten brauchen, haben darum bessere Chancen auf deren schnelles Eintreffen als solche, bei denen es zur Hauptverkehrszeit brennt. Nicht in jedem Fall sind die Bewohner dieses Bereichs deshalb schlechter versorgt. „Allerdings ist durch die Berechnung erkennbar, dass es hier zu einer Häufung der Hilfsfristüberschreitungen kommt. Daher sieht die Branddirektion unter einsatzstrategischen Gesichtspunkten einen zukünftigen Handlungsbedarf, damit dieser Bereich eine Verbesserung erfährt“, heißt es in einer Stadtratsvorlage.

Lösungsansätze

Die Branddirektion hat vorgeschlagen, für die nächstgelegene Feuerwache 10 „Riem“ an der Joseph-Wild-Straße die Anfahrtssituation nach Waldtrudering zu verbessern, denn der Einrückradius nach Süden ist durch den Riemer Park eingeschränkt. Gehofft hatte die Branddirektion wohl auf eine echte Umfahrung Kirchtrudering, welcher der Stadtrat aber eine Absage erteilte. „Um die für die Hilfefrist negative Straßenanbindung zu verbessern, gäbe es mehrere städtebauliche Lösungen“, so die Branddirektion. Durch die nun beschlossene Variante der Umfahrung Kirchtrudering allerdings gebe es keine signifikanten Vorteile.

Lösung?

Nun bringen die Verantwortlichen eine Lösung ins Spiel, die ohne hohe Kosten und großen Zeitaufwand zu verwirklichen wäre. „Die Branddirektion strebt deshalb spezielle Durchfahrtsmöglichkeiten für Rettungskräfte durch den Riemer Park auf den vorhandenen breiten und asphaltierten Wegen an“, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage des Truderinger Stadtrats Hans Podiuk (CSU). Noch im Frühjahr sollen dem Planungsreferat mögliche Optionen zur Prüfung vorgelegt werden. Gabriele Mühlthaler

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