Rinderspacher ist Maget-Nachfolger

Markus Rinderspacher ist zum neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bayerischen Landtag gewählt worden. Der Truderinger, der den Stimmkreis Ramersdorf-Perlach und Trudering-Riem im Maximilianeum vertritt, ist damit Nachfolger von Franz Maget. Rinderspacher war der einzige Kandidat. Für ihn stimmten 35 der 39 SPD-Landtags-Abgeordneten.

Markus Rinderspacher wurde erst am 28. September 2008 in den Bayerischen Landtag gewählt. Dort ist er Mitglied des Ausschusses für Recht, Verfassung, Parlamentsfragen und Verbraucherschutz. Der Abgeordnete aus dem Münchner Osten ist außerdem medienpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Der Landtag hat ihn in den Bayerischen Medienrat gewählt, das Kontrollorgan der privaten elektronischen Medien im Freistaat. Rinderspacher wurde am 18. Juli 1969 in Kaiserslautern/ Pfalz geboren. Knapp die Hälfte seines Lebens lebt der 40-jährige gelernte Bankkaufmann in München, wo er Politische Wissenschaften, Medienrecht und Psychologie studierte. Seine Magisterarbeit an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität schrieb er über die „Politische Kultur in den neuen Bundesländern“. Außerdem absolvierte er das Diplom zum Medienmarketing-Fachwirt (BAW) an der Bayerischen Akademie der Werbung. Bis zu seiner Wahl in den Bayerischen Landtag war Rinderspacher zwölf Jahre lang in leitender Funktion beim Fernsehsender ProSieben in Unterföhring tätig. Dort leitete er eine tagesaktuelle Magazinredaktion. Politische Tätigkeit Der frühere Pressesprecher der Münchner SPD (ab 2005) legte sein Amt im geschäftsführenden Unterbezirksvorstand im Mai 2009 nieder, um sich voll dem Landtagsmandat zu widmen. Ebenso gab er aus denselben Gründen den Staffelstab des Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Trudering-Riem weiter, in deren Vorstand er zuvor sieben Jahre lang mitwirkte. Rinderspacher übernahm in mehreren sozialdemokratischen Wahlkämpfen organisatorische Verantwortung, unter anderem zeichnete er für die Öffentlichkeitsarbeit in Christian Udes erfolgreichem OB-Wahlkampf im Frühjahr 2008 verantwortlich. Er hatte die Leitung des Wahlkampfs seines Vorgängers MdL Hermann Memmel inne. Im Bundestagswahlkampf 2009 moderierte Rinderspacher die Wahlkampfkundgebungen von Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Er ist Vorstandsbeisitzer im WirtschaftsForum der Sozialdemokratie in München e.V. Ehrenamtlich ist er außerdem unter anderem in der Arbeiterwohlfahrt tätig. Markus Rinderspacher ist evangelisch. Die Hobbies des Vaters eines fünfjährigen Sohnes sind Fußball, klassische Musik und Gartenarbeit. Nach seiner Wahl stellte Rinderspacher sich und seiner Fraktion drei vorrangige Aufgaben: „Erstens: Wir müssen das Bundestagswahlergebnis 2009 sehr eingehend analysieren. Da war mir manches aus den eigenen Reihen zu vorschnell und zu ideologisch geprägt. Wir müssen vor allem analysieren, warum wir besonders bei den jüngeren Wählern so starke Verluste von 20 Prozentpunkten haben hinnehmen müssen. Zweitens müssen wir eine Bayern-Tour des Fraktionsvorstandes und der gesamten Fraktion machen, damit wir in den Dialog treten mit den Menschen in den sieben Regierungsbezirken Bayerns. Wir sind zu sehr auf München konzentriert, wir müssen mehr raus. Und drittens werden wir als SPD-Landtagsfraktion zusammen mit dem SPD-Landesvorstand eine Art Bayern-Charta 2030 entwickeln, die auch die großen politischen Trends berücksichtigt.“

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