RiemArcaden-Manager hilft unbürokratisch

Fünfköpfige Familie nach Brand obdachlos

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Half in der Not schnell und unbürokratisch: RiemArcaden-Manager Wolfgang Kropp.

Die fünfköpfige Familie Holzner kann ihre Wohnung in der Messestadt seit der Silvesternacht nicht mehr bewohnen. Ein verirrter Feuerwerkskörper verursachte einen Brand auf dem Balkon, der auch die Wohnung so stark beschädigte, dass die Renovierung rund vier Wochen dauern wird.

Wolfgang Kropp, der Center-Manager der Riem-Arcaden, hat der Familie nun schnell und unbürokratisch geholfen und eine Ferienwohnung in Markt-Schwaben für die Holzners angemietet.

„Auch in Riem geriet ein Balkon in Brand, hier konnte die Feuerwehr eine Person noch rechtzeitig in Sicherheit bringen“, heißt es lapidar im Bericht der Münchner Feuerwehr über die Silvesternacht. Nirgendwo aber war zu lesen, dass dieser Brand auf dem Balkon des Gewofag-Anwesens Ecke Lehrer-Wirth-/

Erika-Cremer-Straße die Wohnung einer fünfköpfigen Familie unbewohnbar gemacht hat und die Eltern mit ihren beiden 14- und 5-jährigen Söhnen und der 12-jährigen Tochter seitdem keine Bleibe mehr haben.

Notlösungen

Bis zum Ende der Weihnachtsferien kam die Familie in einer Kindertageseinrichtung unter. Dann gelang es dem größeren Sohn und dessen Freund, ein Appartement für die Holzners aufzutreiben, das sie bis zum morgigen Freitag bewohnen dürfen. Vater Heinrich Holzner setzte inzwischen verzweifelt alle Hebel in Bewegung, um für die Zeit danach eine Unterkunft aufzutreiben. Er wandte sich an die Gewofag, den Verein „Bürgerforum Messestadt“, rief bei der HALLO-Redaktion an und sprach beim Center-Manager der RiemArcaden vor.

Katastrophaler Jahresbeginn

Den 31. Dezember 2012 werden die Holzners wohl nie vergessen. Kurz vor Mitternacht verließ die Familie ihre Wohnung und machte sich Richtung RiemArcaden auf, um von dort aus das Feuerwerk zum Jahreswechsel zu genießen. Dass inzwischen eine Rakete auf dem Balkon der Familie landete und den Christbaum sowie die Kunststoffmöbel rasend schnell in Brand setzte, bemerkten die Holzners erst bei ihrer Heimkehr. „Innerhalb von Sekunden stand alles in Flammen. Ich bin froh, dass wir nicht in der Wohnung waren. Die berstenden Glasscheiben hätten uns sonst womöglich getroffen“, sagt Heinrich Holzner. Er hat die Rollstuhlfahrerin gesehen, welche die Feuerwehr in Sicherheit brachte und im Silvesterbericht erwähnte. „Nirgendwo stand aber, dass eine Familie jetzt auf der Straße steht“, sagt Holzner. Die beiden Katzen haben den Brand im Bad unbeschadet überstanden und sind jetzt bei Freunden auf dem Land untergebracht.

Fast alles verloren

Ansonsten aber bleibt den Holzners fast nichts mehr von der Einrichtung ihres Heimes übrig. „Der Gutachter schätzt den Schaden auf 50.000 Euro, die Hausratsversicherung zahlt aber nur 37.000 Euro. Als wir vor fünf Jahren von einer kleineren in die größere Wohnung gezogen sind, haben wir versäumt, die Prämie anzupassen. Die Möbel, Kleider und anderes sind fast nicht mehr zu gebrauchen. Es ist billiger, etwas Neues anzuschaffen, als das Verbliebene herzurichten“, sagt Holzner. Ein Entsorgungsunternehmen wird die Wohnung nun leer räumen, damit die Gewofag mit der Renovierung beginnen kann.

Keiner meldete sich

„Die Leute haben ja nicht gewusst, dass eine Familie auf der Straße steht“, erklärt Heinrich Holzner die Tatsache, dass aus der Messestadt keine Hilfsangebote kamen. An die Genossenschaft Wagnis, die drei Gästewohnungen in ihrem Anwesen an der Heinrich-Böll-/ Mutter-Teresa-Straße auf dem freien Markt anbietet, hat sich Holzner nicht gewandt. Ob Wagnis geholfen hätte, konnte die HALLO-Redaktion bisher nicht erfragen.

Die Gewofag wiederum hat der Familie eine Ersatzwohnung für 800 Euro angeboten, welche sie aus der Mietminderung für ihre angestammte Bleibe zahlen sollte. „Das nutzt uns aber nichts, es ist eine leere Wohnung. Wo soll ich die Möbel für den Übergang hernehmen? Uns wäre mit einem möblierten Appartement besser geholfen. Wir brauchen nur Schlafgelegenheiten und ein Bad. Notfalls stelle ich einen Zwei-Platten-Kocher rein, das reicht beim Camping ja auch“, sagt Heinrich Holzner. So hätte die Gewofag der Familie wohl nur mit der Pflegewohnung auf Zeit – falls diese frei ist – helfen können, welche sie an der Astrid-Lindgren-Straße vorhält. 

Wolfgang Kropp hilft

Die Zeit drängte. Nur drei Tage noch konnte die Familie in der Übergangswohnung bleiben, als Heinrich Holzner am Montag Wolfgang Kropp seine Misere schilderte. Der Center-Manager der RiemArcaden handelte sofort. „Die Wohnung, die wir im Haus haben, ist etwas klein für eine fünfköpfige Familie. Wir fanden eine Ferienwohnung mit ausreichend Platz in Markt Schwaben. Dort werden wir die Familie auf unsere Kosten für sechs Wochen, notfalls auch länger, unterbringen. Wir wollen ihnen auch weiter helfen und werden eine Charity-Aktion auf die Beine stellen“, erklärte Wolfgang Kropp im Gespräch mit der HALLO-Redaktion.

Erlösung

Für Heinrich Holzner eine erlösende Nachricht. „Wir werden die Wohnung morgen anschauen, ich denke, das ist was. Die Wohnung liegt nahe an der S-Bahn, so können die Kinder in die Messestadt zur Schule fahren. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich habe bisher noch niemals so etwas erlebt wie die Initiative von Herrn Kropp. Er hat schnell und unbürokratisch etwas unternommen, um uns zu helfen. Das ist ein ganz neues Gefühl!“ sagt der Familienvater.

Nun ist wohl das drängendste Problem der Holzners gelöst und dank Wolfgang Kropp auch der Grundstein für einen Neubeginn der Familie gelegt. 

Gabriele Mühlthaler

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