Ein Horror-Szenario

Zukunft der Grundschule am Pfanzeltplatz in Perlach

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Platzt die Grundschule am Pfanzeltplatz bald aus allen Nähten? Der BA jedenfalls ist alarmiert.

Platzt die Grundschule am Pfanzeltplatz schon bald aus allen Nähten? Eltern und Stadtteilpolitiker malen mit Blick auf das Neubaugebiet an der Hochäckerstraße ein alarmierendes Szenario. Allerdings laufen bereits Baumaßnahmen zur Erweiterung und es gibt Pläne zu einer Sprengeländerung.

„Nach dem Bezug des Neubaugebiets an der Hochäcker- straße fehlen bis zu 250 Plätze für Grundschulkinder in der zugehörigen Sprengelschule am Pfanzeltplatz.“ Dieser Satz stammt aus der aktuellen Stellungnahme des Bezirksausschuss-Vorsitzenden Thomas Kauer (CSU) zum Schulbau- programm der Stadt. Schon zum kommenden Schuljahr würden Engpässe drohen. Man brauche dringend Maßnahmen, um die Situation zu entspannen.

Wie dringend, das unterstrichen Guido Bucholtz (parteilos) und Grünen-Fraktionschef Christian Smolka mit der Information, dass bereits Schüler an der Pfanzeltplatzschule abgewiesen würden. Tatsächlich ist nach Angaben von Ulrich Lobinger, Pressesprecher beim Referat für Bildung und Sport, ein Kind aus dem Neubaugebiet Annette-von-Arentin-Straße vom Staatlichen Schulamt der Grundschule am Theodor-Heuss-Platz zugewiesen worden.

Elternbeirat will Sprengeländerung 

Der Elternbeirat der Pfanzeltplatzschule dringt auf eine schnelle Sprengeländerung. So könnten die Kinder aus dem Bereich entlang der Autobahn durchaus auch an die Balanschule gehen, findet Elternsprecherin Barbara Teutsch.

Eine Umsprengelung zum nächsten Schuljahr sei zeitlich nicht mehr möglich, erklärt Lobinger. „Eine Umsprengelung zur Grundschule Balanstraße scheidet zudem aus, da die dortigen Raumkapazitäten ausgeschöpft sind.“

Aufgrund des weiteren Ansteigens der Schülerzahlen im jetzigen Sprengel Pfanzeltplatz durch das Neubaugebiet Hochäckerstraße soll es ab dem Schuljahr 2019/20 eine Entlastung geben. Und zwar durch die Grundschule Rennertstraße. Sie verfüge über ausreichend Kapazitäten, heißt es aus dem Schulreferat. Ähnliches berichtete auch Guido Bucholtz. „An der Rennertschule sind sie froh über jedes Kind.“ Mit weiteren Schülern könnte man eventuell noch einen dritten Klassenzug aufbauen. Eine Situation, die auch die Pfanzeltplatz- schule kennt. „Vor fünf Jahren herrschte dort noch die Furcht vor dem Ausbluten“, erinnerte SPD-Stadträtin Birgit Volk.

Das scheint sich nun grundlegend geändert zu haben. Laut Elternvertreterin Teutsch hat die Grundschule am Pfanzeltplatz sowieso viel zu wenige Räume – vor allem, wenn nun auch noch die Schulcontainer abgebaut würden. In den Ganztagsklassen seien mehr als 25 Kinder, was Teutsch als sehr strapaziös für Kinder und Lehrer einstuft. In einigen Klassen liege man zudem an der Höchstgrenze von 28 Kindern pro Klasse. Teutsch forderte im BA-Unterausschuss zwölf zusätzliche Klassenzimmer für drei neue Grundschulzüge sowie die Renovierung der 60 Jahre alten Sporthalle. Das wäre eine Verdoppelung der momentanen Schüler- und Klassenzahlen. Derzeit ist die Pfanzeltplatzschule dreizügig und hat im laufenden Schuljahr zwölf Klassen mit rund 290 Schülern.

Erweiterungsbau erst im Sommer 2018 fertig

Die Pläne des Schulreferats sehen anders aus. „Der Erweiterungsbau der Grundschule Pfanzeltplatz wird voraussichtlich im Sommer 2018 fertiggestellt“, stellt Referatsssprecher Ulrich Lobinger klar. Im Anschluss würden dann die beiden Bestandsgebäude saniert, deren Eröffnung zum Schuljahresbeginn 2019/20 geplant sei. Erst im ersten Halbjahr 2019 sollen die Container an der Böglstraße abgebaut werden. Um so den Abriss der Einfachsporthalle und den Neubau einer Zweifachsporthalle zu ermöglichen. „Mit der Erweiterung ist die Schule am Pfanzeltplatz vierzügig ausgebaut und bietet Platz für 16 Klassen.“

Carmen Ick-Dietl

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