Mehr Bildungsgerechtigkeit

Stadtrat beschließt weiteres Bildungslokal in Ramersdorf

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In Neuperlach gibt es bereits ein Bildungslokal der Stadt, in Ramersdorf soll im kommenden Jahr ein weiteres errichtet werden.

In Ramersdorf wird im kommenden Jahr ein weiteres Bildungslokal eröffnet. Dies haben jetzt der Bildungs- und Sozialausschuss des Stadtrats beschlossen. Die Vollversammlung des Stadtrats muss den Beschluss aber noch bestätigen.

Gegenwärtig gibt es in der Landeshauptstadt München sechs Bildungslokale: im Hasenbergl, in Neuperlach, Neuaubing/Westkreuz, Riem, auf der Schwanthalerhöhe sowie in Berg am Laim/ Ramersdorf. Bildungslokale sollen dazu beitragen, ungleich verteilte Bildungschancen in den Münchner Stadtquartieren auszugleichen und damit mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen – ein zentrales Anliegen des Referats für Bildung und Sport. Das Bildungslokal versteht sich als „Lernwerkstatt für Jung und Alt im Stadtteil“, die hilft, niederschwellig Bildungszugänge zu erschließen. Als Nachbarschaftseinrichtung ist das Bildungslokal aber auch ein Ort der Begegnung und der Kommunikation, des Engagements und der Partizipation, der die Menschen und auch die Bildungseinrichtungen im Stadtteil in all ihrer Vielfalt zusammenbringt und zu gemeinsamen Aktionen einlädt. In jedem Bildungslokal arbeitet ein Team aus zwei Vollzeitkräften.

Die größte Beratungsnachfrage verzeichneten die Bildungslokale 2016 im Bereich Sprachkompetenz und Alphabetisierung, gefolgt von Bewerbung und Arbeitssuche sowie Sprach- und Lernförderung. 71 Prozent der Besucher in den Bildungslokalen waren im Vorjahr weiblich. Hauptsächlich Migrantinnen nehmen die Angebote der Bildungslokale wahr.

In Verbindung mit den Bildungslokalen beschloss der Stadtrat in gleicher Sitzung auch den Ausbau des interkulturellen, stadtteilorientierten Elternbildungsprojektes „Integration macht Schule im Quartier“, das eng mit den Bildungslokalen zusammenarbeitet.

Zu den bisher fünf Standorten wird das Projekt künftig auch in den Stadtteilen Riem und Ramersdorf angeboten. Muttersprachliche Eltern- begleiter sprechen Eltern mit Migrationshintergrund an Schulen und Kitas direkt an. Ziel ist es, unter anderem über Elterncafés und -stammtische sowie Begleitung bei Gesprächen mit Lehrkräften die Rolle der Eltern und ihre Bindung zu Kita und zu Schule zu stärken.

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