Freie Fahrt für Pedalritter

Stadt plant Neuregelung am Mittleren Ring/Ottobrunner Straße

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Eine eigene, rot eingefärbte Radlspur soll an der Kreuzung Ottobrunner Straße/Mittlerer Ring entstehen. Für die Autofahrer geht’s dann nur noch einspurig rechts auf den Mittleren Ring.

Freie Fahrt fürs Rad – nach diesem Motto plant die Stadt aus einer der Rechtsabbiege-Spuren von der Ottobrunner Straße auf den Mittleren Ring einen Radfahrstreifen zu machen. Zudem soll die Aribonenstraße Richtung Perlach freigegeben werden.

Wer auf der Ottobrunner Straße stadteinwärts fährt, dem geht kurz vor dem Mittleren Ring der Radweg aus. Weil sich die Straße hier für zwei Abbiegespuren Richtung Berg am Laim weitet, gibt’s für den Radweg keine Fortsetzung. So müssen die Radfahrer an einer ziemlich übersichtlichen Stelle auf die Straße wechseln. Wer links abbiegen will, muss erst den Rechtsabbiegeverkehr kreuzen, steht danach eingeklemmt zwischen den Fahrzeugen und betet, dass ihn niemand übersieht.

Das soll nun anders werden. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit plant die Stadt eine eigene, rot eingefärbte Radl- spur an der Kreuzung. Dafür soll die linke der beiden Rechtsabbiegespuren entfallen. Für die Autofahrer geht’s dann nur noch einspurig auf den Mittleren Ring. Dafür aber erhalten sie einen eigenen Rechtsabbiegepfeil, mit dem der Verkehr laut Kreisverwaltungsreferat künftig genauso leistungsfähig abgewickelt werden kann wie heute.

Für Unverständnis sorgte im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach jedoch die Ankündigung, die Aribonenstraße in Richtung Ottobrunner Straße freizugeben. Die Ausfahrt soll in die Ampelregelung mit einer kurzen Freigabezeit integriert werden. Unklar ist bei der Formulierung in der Stadtratsvorlage, die nächste Woche auf der Tagesordnung des Kreisverwaltungsausschusses steht, ob es sich hierbei nur um den Radverkehr handelt. Sollte es auch für Autofahrer gelten, gehen die Stadtteilpolitiker auf die Barrikaden. Schließlich bekämpfen sie seit Jahren den wachsenden Schleichwegverkehr auf der Führich- und Aribonenstraße. Denn immer mehr Autofahrer versuchen den regelmäßigen Stau vor dem Autobahnanschluss Ramersdorf über diese verkehrsberuhigten Wohnstraßen zu umfahren. Inzwischen wurde die Aribonenstraße bereits zur reinen Anliegerstraße gemacht. Doch um allen Durchgangsverkehr rauszufiltern, bräuchte es massive Polizeikontrollen. Eine zusätzliche Schleichweg-Möglichkeit nach Perlach sollte hier aber auf keinen Fall aufgemacht werden, erklärte BA-Chef Thomas Kauer (CSU) verärgert. Carmen Ick-Dietl

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