Mit dem Herz (und dem Ei) in der Hand

Rugby-Training mit australischen Stars in Neuperlach

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Viel Zeit nahmen sich Australiens Nationalspieler nicht nur für Autogramme, sondern auch für das gemeinsame Training mit den Schülern.

Diesen Sportunterricht werden die Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule in Neuperlach lange nicht vergessen: Eine Stunde Rugby mit echten Nationalspielern machte vielen Appetit auf mehr!

„Mit einem runden Ball kann ja jeder spielen“, sagt Mathias Entenmann lachend. Und der Mann weiß, wovon er redet. Als Rugby-Spieler spielte er nicht nur für die deutsche Nationalmannschaft, sondern auch für Hong Kong. Und als Geschäftsmann machte er im Silicon Valley mit seinem Unternehmen „paybox“ Karriere und Geld, bevor er zu „paypal“ wechselte. Er weiß also, wie Wachstum funktioniert. Ob ihm das auch mit dem Rugby in Deutschland gelingt? Rund 50 Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule hatten jedenfalls sichtlich Spaß, als die Stars der australischen Nationalmannschaft für eine Sportstunde der besonderen Art zu Besuch kamen. „Es ist unglaublich, wie viele mitspielen wollen – und wie viel Enthusiasmus sie mitbringen“, wunderte sich auch James Stannard, der bei den Aussies zu den alten Haudegen zählt. Für die Spieler war die Einheit wenige Stunden nach der Landung jedenfalls eine willkommene Gelegenheit, dem Jetlag auszuweichen, bevor sie am Wochenende beim hochklassig besetzten „Oktoberfest 7s“ im Olympiastadion antreten.

Am Rand freute sich auch Schulleiterin Brigitte Preiß über die gelungene Aktion: „Für viele Kinder ist der Schulsport die einzige Bewegung, die sie im Alltag haben. Da wir für 33 Klassen nur zwei Turnhallen zur Verfügung haben, müssen wir erfinderisch sein.“

Sportlehrer Prem D‘Sa glaubt jedenfalls, dass die Einheit mit Nationalspielern zum Anfassen Spuren hinterlassen wird: „Wer Fußball spielen will, tut das meist schon im Verein. Doch dann bleiben noch viele übrig. Genau für die ist Rugby eine tolle Erfahrung. Die Schüler waren bockheiß auf das gemeinsame Training.“

Auch Altmeister Mathias Entenmann setzt auf nachhaltige Begeisterung. Er träumt davon, dass es in Deutschland irgendwann eine Profiliga gibt, die sich in Dimensionen von Eishockey oder Basketball bewegt. Eine Vision. Wenn sich das Wiesn-Turnier tatsächlich etabliert, wären die ersten Schritte schon gegangen.

mh

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