Den Mangel verwalten

Parkplatz für Bezirkssportanlage Heinrich-Wieland-Straße

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Lastwagen, Anhänger, Wohnmobile, aber kaum Platz für die Sportler: Die Parksituation an der Heinrich-Wieland-Straße ist vor allem abends und am Wochenende ein Problem.

Parkplätze sind Mangelware an der Bezirkssportanlage Heinrich-Wieland-Straße. Die Sportler fordern daher, den Betriebshof des Gartenbaureferats und den Skiclub Hochvogel vom Nachbargrundstück zu schmeißen und die Fläche zum Parkplatz zu machen.

Die Parksituation bei der Bezirkssportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße 100 war schon früher angespannt, doch seit der SV Türkgücü-Ataspor als vierter Verein auf die Anlage gezogen ist, hat sie sich nochmal massiv verschlechtert. Kein Wunder, wenn man hört, dass allein die 24 Spieler und vier Trainer der ersten Mannschaft, die dreimal die Woche trainiert, laut Aussage des Vereinsvorsitzenden fast alle mit eigenen Fahrzeugen kommen. Doch auch am Wochenende, wenn offiziell eigentlich nur Pkw am Straßenrand parken dürfen, müssen Spieler, Trainer, Mitglieder und Zuschauer zwischen den vielen an der Heinrich-Wieland-Straße abgestellten Wohnmobilen, Lastern und Anhängern oft lange nach einem Parkplatz suchen.

Ärgerlich findet da der Türkgücü-Vorstand, dass „der Parkplatz, der für diese Anlage vorgesehen war, durch das Gartenbauamt und den Skiclub Hochvogel besetzt und zweckfremd benutzt wird“. Er fordert deshalb, „dringend den Parkplatz wieder für die Bezirkssportanlage zur Verfügung zu stellen“. Doch der Mann irrt, wie ein Blick in den gültigen Bebauungsplan zeigt. Die Fläche nebenan war schon immer Betriebshof der Stadtgartendirektion. Die nahm vor etlichen Jahren den Skiclub Hochvogel, Münchens größten Langlaufverein, als Untermieter aufs Gelände. Der 160 Mitglieder starke Sportverein hat hier sein offizielles Vereinsheim, in dem unter anderem Ski gewachst und Kinder- und Jugendtraining betrieben werden.

Der offizielle Parkplatz für die Bezirkssportanlage kommt erst dahinter. Etwa drei Viertel der Fläche ist seit Jahren durch die Gemeinschaftsunterkunft belegt. Der Rest sollte eigentlich für die Sportanlage zur Verfügung stehen, wurde jedoch umzäunt und wird vom Gartenbaureferat als zusätzliche Lagerfläche genutzt. Weil dort immer Schutt abgeladen wurde, so die Erklärung gegenüber dem Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach.

Diese etwa 50 Parkplätze wollen die Stadtteilpolitiker nun auf jeden Fall wieder für die Sportler reaktivieren. Weil die Fläche jedoch ein ganzes Stück von der Sportanlage entfernt liegt, will man auch die Situation rund um das Betriebshof-Areal und den Pachtvertrag mit dem Skisportverein abklären lassen. Eventuell könne man dort ja doch vereinseigene Parkplätze einrichten.

Als kurzfristige Lösung will das Kreisverwaltungsreferat das Wochenend-Parkverbot für Lkws auch auf Nachmittage und Abende von Wochentagen ausweiten. 

Carmen Ick-Dietl

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