Markierung statt Schilder

Park-Verhältnisse am Perlacher Pfanzeltplatz

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Schlecht sichtbar und teilweise nicht mehr vorhanden: Der BA möchte die „Markierungsnägel“ am Pfanzeltplatz durch eine deutliche weiße Markierung ersetzen.

Auf dem Pfanzeltplatz sollen bald wieder geregelte Park-Verhältnisse herrschen. Dabei sollen Bodenmarkierungen mehr helfen als viele Verkehrsschilder.

Kurzparkzone oder verkehrsberuhigter Bereich lautet die Gretchen-Frage beim Pfanzeltplatz. Denn durch kurze Parkzeiten wird vorhandener Parkraum möglichst intensiv genutzt, dies widerspricht jedoch deutlich der Intention eines verkehrsberuhigten Bereichs. Der Pfanzeltplatz ist offiziell verkehrsberuhigt, deshalb gibt es hier keine Kurzpark- regelung. Und diese soll nach dem Willen des Kreisverwaltungsreferats auch nicht kommen. In einem verkehrsberuhigten Bereich gelten allerdings entsprechende Regeln — die offenbar nicht alle Autofahrer kennen und noch weniger einhalten. Zum Beispiel darf außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen nicht geparkt werden. Extra-Verkehrszeichen braucht es dafür nicht. Nur aber, wenn alle Verkehrsteilnehmer die Markierungen klar erkennbar sind, kann die Polizei Verstöße auch sanktionieren.

Die Parkbereiche auf dem Pfanzeltplatz sind am unterschiedlichen Pflaster abzulesen. Zudem wurden mal Nägel eingehauen. Die jedoch an vielen Stellen nicht mehr erkennbar sind. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit Polizei, Schule, Kreisverwaltungs- und Baureferat fordert der Bezirks- ausschuss Ramersdorf-Perlach nun gut sichtbare, weiße (winterfeste) Markierungen für die Parkplätze. Dazu ein großes Piktogramm an der Hauptzufahrt bei der Otto- brunner Straße, das auf den verkehrsberuhigten Bereich aufmerksam macht. Dafür soll der Denkmalschutz hier ein Auge zudrücken. Mit Rücksicht auf den Ensemblecharakter soll sonst auf eine übermäßige Beschilderung verzichtet werden. Ist das erledigt, soll die Polizei öfter mal auf die Einhaltung der Regeln schauen, wünscht sich der BA.

Das Kreisverwaltungsreferat soll außerdem prüfen, ob eventuell eine der beiden Fahrbahnen neben dem Kriegerdenkmal gesperrt werden könnte. Je nachdem, welche Variante die Aufenthaltsqualität des Platzes steigern und gleichzeitig Durchfahrts- beziehungsweise Schleichwegverkehr unterbinden würde.

Alles soll möglichst fix gehen. Bereits bis zum Beginn des neuen Schuljahres möchte BA-Chef Thomas Kauer (CSU) gern wieder geordnete Zustände auf dem Perlacher Dorfplatz haben.

Carmen Ick-Dietl

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