Baubeginn in zwei Jahren

Neuer Betriebshof an der Kagerstraße in Ramersdorf

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An der Stelle des alten Bürogebäudes könnte ein Wohnhaus sieben Geschossen und Gewerbe im Erdgeschoss entstehen.

Das Baureferat hat dem Bezirksausschuss die Baupläne für den neuen Betriebshof in Ramersdorf vorgestellt. Allerdings wollen die Stadtteilpolitiker kein Wohngebäude auf dem Areal.

Auf dem Grundstück an der Ecke Chiemgau-/Kagerstraße war früher mal der Schilderzeichen-Betrieb der Stadt untergebracht, künftig sollen hier der Straßenunterhalts- bezirk Mitte und das Park- raummanagement einziehen. Dafür werden die bestehenden Bauten abgerissen. Entlang der Kagerstraße soll stattdessen ein Gebäude mit einer Fahrzeughalle unten und Büros obendrüber entstehen. An der Grundstückkante zur Görzer Straße wird ein Gebäude mit drei Geschossen platziert, in dem Büros, Sozialräume und Umkleiden für die Arbeiter unterkommen. Im Innenhof ist ein Lagergebäude in U-Form geplant. Das dort bestehende Biotop mit dem riesigen Baum, der mittlerweile zu einem Naturdenkmal erklärt wurde, bleibt erhalten.

Die Zufahrt in den Betriebshof liegt am Mittleren Ring, an der Kager- und der Görzer Straße gibt es Ein- beziehungsweise Ausfahrten in die Tiefgarage mit 34 Pkw-Stellplätzen. Das Baureferat visiert einen Baubeginn in zirka zwei Jahren an, spätestens in fünf Jahren soll der neue Betriebshof fertig sein. Der Grundstückstreifen an der Chiemgaustraße/Ecke Kagerstraße gehört nicht zum Betriebshof. Der Grund: Der Stadtrat hat hier die maximale Ausschöpfung des Baurechts von bis zu sieben Geschossen beschlossen. Es wäre hier also so ein Gebäude möglich, wie es nur wenige Meter weiter an der Chiemgaustraße/Ecke Balanstraße steht.

Bei der Stadt kann man sich hier ein Bauwerk mit Gewerbe im Erdgeschoss sowie Wohnungen oder Büros obendrüber vorstellen. Vom Stadtrat wurde hier zuletzt das Sozialwohnungsprojekt „Wohnen für alle“ angeregt. Es handle sich jedoch um ein eigenes Bau- Verfahren, erklärten die Vertreter des Baureferats dem Bezirksausschuss.

Trotzdem regte das Stadtteilparlament an, dieses Gebäude ausschließlich gewerblich zu nutzen. Jegliche Wohnraumnutzung scheide wegen der direkten Lage am Mittleren Ring aus. Zudem sollen der Lieferverkehr über den Innenhof des neuen Betriebshofs anfahren können, das Gebäude nur maximal fünf Vollgeschosse erhalten und die Flächen vorrangig an Gewerbetreibende aus dem Stadtbezirk vergeben werden. Angeregt wurde weiter, dass die Stadt das angrenzende Privatgrundstück erwirbt. Die Autovermietung sei selbst nicht glücklich mit dem Standort und würde ihn gerne gegen eine andere Gewerbefläche am Mittleren Ring eintauschen, hat BA-Chef Thomas Kauer (CSU) gehört.

Damit könnte man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Autovermietung, wegen der es immer wieder Beschwerden von Anliegern gibt, kommt weg und man könnte mit dem geplanten Gebäude an der Görzer Straße tauschen, danach in der Seitenstraße dann Wohnungen errichten. Offenbar steht die Stadt hier auch schon in Verhandlungen.

Carmen Ick-Dietl

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