Mehr Platz zum Lernen

Münchner Stadtrat beschließt zweites Schulbauprogramm

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Im Zuge des Schulbauprogramms wird das Heinrich-Heine-Gymnasium ausgebaut.

Die Vollversammlung des Stadtrats hat das zweite Bauprogramm des Aktionsprogramms Schul- und Kita-Bau 2020 beschlossen. Es beinhaltet Vorhaben in Ramersdorf-Perlach und Berg am Laim.

Das Programm umfasst 38 Maßnahmen, die sich vorwiegend auf Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen beziehen. Zu den Maßnahmen gehört der Neubau von zehn Schulen in München. Hinzu kommen mehrere Erweiterungen, Generalinstandsetzungen sowie Neubauten als Ersatzbau. Insgesamt schaffen die Maßnahmen des zweiten Schulbauprogramms 14.990 zusätzliche Schulplätze. Das geplante Finanzvolumen beläuft sich auf 2,37 Milliarden Euro.

Im Beruflichen Schulzentrum an der Balanstraße 208 ist der Bau einer Sporthalle geplant. Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass zwei übereinander angeordnete Einfachsporthallen inklusive der Wohnung für die technische Hausverwaltung an der Südseite des Bestandsgebäudes errichtet werden können, ohne dass wesentliche Eingriffe in das Bestandsgebäude notwendig werden.

An der Carl-Wery-Straße 60 plant die Stadt den Neubau Städtischer Berufsschulen mit 44 Klassenzimmern. Der Vorbescheid für das Vorhaben liegt zwar vor, jedoch gibt es eine Nachbarschaftsklage beziehungsweise Einspruch gegen den Vorbescheid. Das geforderte Raumprogramm der Berufsschule mit dem Berufsschulneubau mit 44 Klassenzimmern und IFU-Räumen mit Werkstätten, einer Zweifach-Sporthalle und den erforderlichen Tiefgaragenstellplätzen kann nach Ansicht der Stadt aber grundsätzlich nachgewiesen werden. Ausgebaut werden soll die Grundschule am Karl-Marx-Ring 63. Derzeit sind dort zwölf Klassen untergebracht. Außerdem gibt es eine Zweifach-Sporthalle mit einer Turnhalle und einer kleinen Gymnastikhalle sowie eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergarten- und zwei Hortgruppen am Karl-Marx-Ring 71. Schulgebäude, Sporthalle und Kindertagesstätte aus dem Jahr 1971 sind in einem mangelhaften baulichem Zustand. Die Stadt will deshalb eine fünfzügige Grundschule mit 20 Klassen in Lernhaus-Clusterstruktur, Räume für die Sing- und Musikschule, eine Mensa und eine Zwei- oder Dreifach-Sporthalle mit Vereinsnutzung errichten. Außerdem sind Freisportflächen, eine THV-Dienstwohnung, ein Haus für Kinder als Integrationseinrichtung und eine Tiefgarage zur Sicherstellung der notwendigen Parkplätze mit zirka 49 Stellplätzen geplant. Durch das Baukonzept soll es möglich sein, die Bestandsschule während der Errichtung des Neubaues stehen zu lassen. Auch das Städtische Heinrich-Heine-Gymnasium am Max-Reinhardt-Weg 27 ist Bestandteil des Bauprogramms. Das derzeit vierzügige Gymnasium hat 38 Klassen inklusive Qualifikationsphase, eine Dreifachsporthalle, Schwimmhalle und Vhs-Räume. Die Gebäude aus dem Jahr 1982 befinden sich in einem ausreichenden baulichem Zustand. Nun soll ein fünfzügiges Gymnasium mit G9 als Planungsziel, Mensa, THV-Dienstwohnung und Tiefgarage mit zirka 23 Stellplätzen entstehen. Der Bestandsbau soll mit Unterrichts- und Verwaltungsräumen belegt werden. Dabei werden der bestehende Fachlehrsaalbereich und die Dienstwohnung zu Klassenräumen umgenutzt. Im Erweiterungsbau werden der MINT- Bereich, ein Lernhaus Cluster und die THV-Dienstwohnung untergebracht. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass der technisch komplexe MINT-Bereich wirtschaftlicher – ohne eine Interimslösung — in einem Neubau realisiert werden kann. Zudem soll geprüft werden, ob der viergeschossige Erweiterungsbau für die G 9-Erweiterung um ein Geschoss erhöht werden kann.

Neu gebaut werden soll eine Grundschule an der St.-Veit-Straße 46. Ziel ist eine fünfzügige Grundschule. Sollte dies nicht durchsetzbar sein, wird eine vierzügige Variante verwirklicht. Die Zweifach-Sporthalle und die Tiefgaragenstellplätze sind grundsätzlich umsetzbar. Die Prüfung des Baurechts erfolgt über einen Antrag auf Vorbescheid. Es besteht die Bauverpflichtung innerhalb von sieben Jahren ab 2016.

An der Fehwiesenstraße 118, der Ludwig-Thoma-Realschule, soll der „Campus Ost“ entstehen. Der Umgriff des „Campus Ost“ umfasst derzeit eine dreizügige Realschule mit 27 Klassen. Ein Zug zusätzlich wird derzeit durch einen Pavillion abgedeckt. Außerdem gibt es eine Pavillonanlage für maximal 22 Klassen am Joseph-Hörwick-Weg 4, eine Mensa mit Speisesaal für 450 Essensteilnehmer, eine THV-Dienstwohnung sowie zwei nicht normgerechte Einfachsporthallen mit je 316 Quadratmetern. An der Fehwiesenstraße 120/122 ist zudem eine Kindertagesstätte mit vier Kindergartengruppen untergebracht, an der Fehwiesenstraße 115/117 eine Bezirkssportanlage. Im neuen Schulbauprogramm soll der „Campus Ost“ ausgebaut werden. Geplant sind eine sechszügige Realschule, eine Mensaerweiterung, eine Tiefgarage mit zirka 60 Stellplätzen und eine THV-Dienstwohnung. Auf dem Gelände der Bezirkssportanlage sollen eine Dreifach-Sporthalle mit Vereinsnutzung mit Tribüne als Versammlungsstätte, ein Schulschwimmbad mit Vereinsnutzung, ein Ersatzneubau des Sportbetriebsgebäudes der Bezirkssportanlage und eine Platzwart-Dienstwohnung entstehen. Außerdem ist vorgesehen, die Freisportanlage instand zu setzen und zu ergänzen.

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