Lärm- und Tempomessungen in Ramersdorf

Kampf den „Autoposern“

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Trotz Flüsterasphalt ist es auf dem Mittleren Ring – wie hier an der Chiemgaustraße – oft ziemlich laut.

Stadt und Polizei führen im Bereich des Ramersdorfer Ortskerns bereits Geschwindigkeits- und Lärmmessungen durch. Zusätzliche Kontrollen wird es nicht geben. In der jüngsten Bürgerversammlung war dies von einem Anwohner gefordert worden.

Die Polizei überwacht den Bereich der Rosenheimer- und Chiemgaustraße bereits bezüglich Lärmbelästigungen und Geschwindigkeitsverstößen. So befindet sich die Rosenheimer Straße mit dem Abschnitt zwischen Isarbrücke und Chiemgaustraße im regelmäßigen Geschwindigkeitsprogramm des Polizeipräsidiums. Die Kontrollen finden zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten an unterschiedlichen Standorten statt.

Im vergangenen Jahr wurden in dem Bereich Rosenheimer- und Chiemgaustraße insgesamt rund 4000 Kraftfahrer bei Verkehrskontrollen beanstandet. Davon rund 1000 wegen überhöhter Geschwindigkeit. Allerdings geht es nicht um Raser. In den meisten Fällen waren die Tempoübertretungen geringfügig. Nur 10 bis 15 Kilometer pro Stunde über dem vorgeschriebenen Limit. Lediglich bei 22 Autolenkern wurde eine Übertretung von 31 bis 40 Kilometern pro Stunde festgestellt.

Von Januar bis November hatte die Polizei auch fünf Meldungen von Ramersdorfer Bürgern über vermeintliche Fahrzeugrennen beziehungsweise. übermäßig schnell fahrende Autos in dem Bereich. „Jedoch konnte dies durch die jeweiligen sofort eingesetzten Polizeibeamten vor Ort nicht bestätigt werden“, heißt es aus dem Polizeipräsidium. Dass es Fahrzeuge mit erhöhtem Geräuschverhalten in München gibt, weiß die Polizei. Es handle sich meist um Anhänger der „Tuningszene“ oder sogenannte Autoposer. Mit speziell ausgebildeten Polizisten würden Kontrollen durchgeführt. Erkennt die Polizei eine sehr laute Auspuffanlage am Fahrzeug, überprüft sie die Betriebserlaubnis und ahndet eventuelle Verstöße. Allein im Jahr 2015 wurden so insgesamt 120 Fahrzeuge durch die Polizei sichergestellt und eine TÜV-Untersuchung angeordnet.

Das Kreisverwaltungsreferat als Verkehrsordnungsbehörde kann übrigens gar nichts machen gegen zugelassene Sportauspuffanlagen, die von vielen Menschen als störend empfunden werden. Steht der Einbau in der Betriebserlaubnis, entspricht das Fahrzeug den gesetzlichen Vorgaben und kann auch so betrieben werden. Das Polizeipräsidium München betont ausdrücklich, dass sich Bürger jederzeit in konkreten Fällen von Verkehrsdelikten oder Lärmbelästigungen sofort unter der Notrufnummer 110 an die Polizei wenden können. Carmen Ick-Dietl

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