Am Gerhart-Hauptmann-Ring in Neuperlach entsteht ein neues Seniorenheim

Ausnahmsweise genehmigt

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Im vergangenen Herbst wurde der „Kinderarche“-Pavillon geräumt. An dessen Stelle soll nun ein großer Neubau kommen – mit Platz für ein Seniorenheim und die „Kinderarche“.

Neuperlach erhält ein weiteres Senioren-Pflegeheim. Dieses soll in einem Neubau am Gerhart-Hauptmann-Ring untergebracht werden – mit der bisherigen heilpädagogischen Kindertagesstätte. Obwohl nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, gab der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach seine Zustimmung zum Bauprojekt.

Bereits im Herbst war der eben- erdige Pavillon-Bau am Gerhart-Hauptmann-Ring 42 leer geräumt worden. Denn das Domizil der „Kinderarche“, einer heilpädagogischen Kindertagesstätte mit Hort, wird abgerissen. Auf dem Grundstück soll nun ein Senioren-Pflegeheim mit rund 70 Pflegeplätzen entstehen. Betreiber ist die Erlanger Firma Bayern- Care. Nach Fertigstellung des Neubaus soll auch die „Kinderarche“ mit Tagesstätte und Hort zur intensiven Betreuung von 32 Kindern dort wieder einziehen.

Im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach diskutierte man über die Stellplatzsituation. Denn insgesamt sind dort nur fünf Parkplätze vorgesehen. Im Pflegeheim werden etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt sein, wobei 15 davon pro Schicht tätig sein werden. „Eindeutig zu wenig“, fanden die Stadtteilpolitiker, die Besucherfrequenz der Pflegeeinrichtung und den üblichen Hol- und Bringverkehr der Kindertagesstätte einberechneten. Doch Planung und Bau einer Tiefgarage sind nach Angaben des Betreibers am Gerhart-Hauptmann-Ring 42 nicht möglich. Die Kosten wären so hoch, dass das Projekt unwirtschaftlich werden würde und nicht realisiert werden könnte.

Der Bezirksausschuss ließ sich am Ende einer kontroversen Diskussion dann darauf ein, „ausnahmsweise“ auf keine zusätzlichen Parkplätze zu pochen. Zum einen habe man in Neuperlach eine gute öffentliche Verkehrsanbindung, zum anderen würden in Pflege befindliche Senioren erfahrungsgemäß leider nicht mehr so häufig besucht. Außerdem falle bei einer heilpädagogischen Kindertagesstätte mit 32 Kindern der Anfahrtsverkehr geringer als ansonsten üblich aus. Den letzten Ausschlag gab das Argument, dass es sich um eine „äußerst begrüßenswerte und wichtige Einrichtung im Stadtviertel“ handle. ick

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