Partner in der Lernwelt vor Ort

Zuverlässigkeit und Kompetenz in allen Bereichen von Bildung bescheinigte Bürgermeister Helmut Dworzak den Chefs der rund 50 Volkshochschulen aus Oberbayern, die sich zu ihrer Herbsttagung im Haarer Bürgerhaus trafen. An der Haarer VHS zeige sich dies an der Kooperation in den Ganztagesschulen ebenso wie in dem vielfältigen Kursangebot aus den Bereichen Gesundheit, Beruf, Sprachen und Kultur.

Trotz unbestrittener Erfolge stünden die Volkshochschulen vor großen Herausforderungen, betonte der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes BVV, Karl-Heinz Eisfeld. Auf die Frage, wie Verband und Volkshochschulen ein Konzept für ein Lernen im Lebenslauf umsetzen können, meint Eisfeld: „Die Erkenntnis, dass Bildungspolitik mit Schulpolitik beginnt und erst in einer Politik für das lebenslange Lernen seine Bewährung nachweist, steigt ständig an. Trotzdem mag der Durchbruch zu einem schlüssigen Weiterbildungskonzept politisch nicht gelingen.“ Die Volkshochschulen werden auch künftig weiter ihren Teil zur vernünftigen und erfolgreichen Weiterbildung beitragen. Eisfeld sieht die VHS als Lernbefähiger und Lernbegleiter, als Bildungszentrum mit interkultureller Öffnung, als Partner in der Lernwelt vor Ort, als Dienstleister in der Regionalentwicklung. Ziel sei es, unter der Voraussetzung einer geeigneten Finanzierung, die berufliche Qualifizierung, die politische Teilhabe, die soziale Integration, die ethisch-moralische Orientierung und die kulturelle Identitätsfindung zu einem integrierten Bildungsverständnis zusammenführen. Einsatz neuer Medien immer wichtiger Der Einsatz neuer Medien spielt in der Umsetzung der Zukunftskonzepte eine große Rolle, so der Haarer VHS-Leiter Alfred Pfeuffer. „Die Menschen wollen und können sich immer weniger festlegen. Wer öfter beruflich unterwegs ist, muss die Kursinhalte auch übers Netz abrufen können.“ Dafür wolle man die Voraussetzungen schaffen. Auch im Bereich des Marketing diskutiere man den Nutzen sozialer Netzwerke wie „Twitter“ oder „Xing“. In einem sind die VHS-Vertreter aber einig. Die Volkshochschule muss als Bildungsanbieter an dem Ort sein, wo sich ihre Teilnehmer befinden. Das Internet könne weder Programmheft noch persönliche Teilnahme ersetzen, sondern nur ergänzen.

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