Für den Platz ohne Namen soll ein Name her

Gemeinde Haar startet Umfrage zu künftiger Platz-Benennung

Noch ist der Platz im Haarer Ortskern namenlos. Doch das soll sich nun ändern.
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Noch ist der Platz im Haarer Ortskern namenlos. Doch das soll sich nun ändern.
  • vonThomas Fischer
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Er liegt im Haarer Ortskern und bietet sogar Platz für ein Kunstwerk, doch einen Namen hat der Platz neben dem Poststadl nicht. Doch das soll sich jetzt ändern - mit Hilfe der Haarer Bürger.

„Die Wiese vor dem Bürgerhaus.“ „Der Platz neben dem Poststadel.“ „Die Grünfläche mit dem Kunstwerk.“ Bislang gab es für den Platz im Haarer Ortskern nur Umschreibungen. Jetzt soll er einen Namen bekommen. Es gibt bereits einige Vorschläge aus dem Gemeinderat. Nun bittet die Gemeinde alle Bürger, ihr ihren Favoriten mitzuteilen. Und gerne auch nochmal einen eigenen Vorschlag zu machen.

Die Gemeinde hat eine Umfrage erstellt, die zum einen im Rathaus-Blatt veröffentlicht ist, dort ausgefüllt und in den Rathaus-Briefkasten eingeworfen werden kann. Zum anderen gibt es die Umfrage auch online auf der Gemeindehomepage. Die Haarer können einen oder mehrere Vorschläge auswählen. Bisher gibt es folgende Vorschläge: Bürgerplatz, Bürgerinnenplatz beziehugsweise Bürger*innenplatz oder Bürger:innenplatz, Nikolausplatz, Posthalterplatz und Postwiesn.

Erläuterungen

Für diese Vorschläge gibt es auf der Umfrageseite auch Erläuterungen. Zum Bürgerplatz in seinen verschiedenen Varianten heißt es: „Zum Namen selbst muss man sicher nicht allzu viel erklären: Der Platz soll nach denen benannt werden, für die er eben gedacht ist. Erklärungen bedürfen aber die Variationen. Gendern und Geschlechtergerechtigkeit ist ein großes und absolut aktuelles Thema, dem sich auch die Gemeinde Haar nicht entzieht. Und dennoch ist das Gendersternchen beziehungsweise -doppelpunkt im Sprachgebrauch durchaus umstritten. Im Gemeinderat wurde man sich bei den Namensvorschlägen rund um den ,Bürgerplatz‘ auch nicht einig – und so stellen wir Ihnen nun auch alle vorgeschlagenen Varianten zur Abstimmung.“

Für den Nikolausplatz ist die Nikolauskirche Namensgeberin. Sie ist das älteste Gottes­haus der Gemeinde aus dem 12./13.Jahrhundert) und liegt gegenüber der Wiese. Historisch passend wäre der Name auch, weil der ehemalige Besitzer des Platzes, Franz Bibinger, besser bekannt als „Haarer Franz“, das Kircherl 1827 vor dem Abbruch gerettet hat. Er richtete die Kirche auf eigene Kosten wieder her.

Der Posthalterplatz ist eine Kombination aus „heute“ und „früher“: An dieser Stelle stand früher das „Wirtsgut“ – ein beliebter Rastplatz für die Kutschen, die auf der Salzstraße unterwegs waren. Die Post im Namen soll zum einen für den Gasthof zur Post stehen und zum anderen eine Hommage an die vielen Postkutschen sein, die hier anhielten.

Und für die Postwiesn gibt es eigentlich eine ganz simple Erklärung: Es ist eben „die Wiesn bei der Post“ – also beim Gasthof zur Post.

Bis zum 19. Juni ist die Umfrage „scharf geschalten“, das Ergebnis wird dann schon im Gemeinderat im Juni präsentiert.

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