Neujahrsempfang in Vaterstetten im GSD-Saal

Blick nach vorn mit ein wenig Wehmut

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Musikalisch grüßte die Ammerthaler Blasmusik von der Empore die Gäste des diesjährigen Neujahrsempfangs.

Guter Laune und doch mit ein bisschen Wehmut, da man sich nicht im Lichthof des Rathauses treffen konnte, präsentierte sich der Gastgeber beim diesjährigen Neujahrsempfang in Vaterstetten.

Wie gewöhnlich war der Veranstaltungsort gerammelt voll. Zum Glück kam nur etwa die Hälfte (ca. 350) der Eingeladenen, ansonsten wäre das Ausweichquartier im GSD-Seniorenwohnheim zu klein gewesen.

Zum Jahresauftakt 2013 war – wie schon für die Rathauskonzerte – ein Umzug angesagt. Denn Großveranstaltungen mit mehr als 100 Menschen sind im Lichthof des Rathauses brandschutztechnisch nicht mehr gestattet. Harte Fakten, die von Bürgermeister Robert Niedergesäß eher schmunzelnd dargestellt wurden, schließlich hofft man in der Großgemeinde irgendwann in naher Zukunft nicht nur über ein neues Rathaus, sondern auch einen Bürgersaal verfügen zu können. Aber auch so präsentierte sich der festlich geschmückte Seniorenwohnpark als trefflicher Veranstaltungsort – vor allem für musikalische Darbietungen, was spätestens Bijlana Mitrovska mit ihren drei Klavierstücken bezeugte. Eines davon, eigentlich das beste, war eine Eigenkomposition. Sie kennen die Künstlerin nicht? Zur Info: Sie ist nicht nur Konzertpianistin und Komponistin, sondern auch Klavierlehrerin an der örtlichen Musikschule. Allein daran kann man erkennen, dass es so schlecht nicht leben lässt in Vaterstetten. 

Kalenderphilosophien

Auch der Rathauschef konnte auf Hinweise zum Maya-Kalender und verpasste Weltuntergänge, so wie viele Bürgermeister in ihren Neujahrsreden, einfach nicht verzichten. Zu verlockend sind freilich die möglichen Wort- und Gedankenspiele für eine Ansage zum Aufbruch ins neue Jahr. Niedergesäß nutzte das Kalendarium für lokale Rück- und Vorschau: Das Gemeindeentwicklungsprogramm konnte 2012 nach sieben Jahren Vorarbeit  verabschiedet werden. Im Bereich Krippenplätze sei Vaterstetten auf einem guten Weg; der Baubeginn im Frühjahr 2012 belege dies. Schwierigeres Thema in der Rückschau war natürlich das Gewerbegebiet in Parsdorf. Von starkem Gegenwind sprach der Bürgermeister – aus der Nachbarschaft und von den Behörden. Aber bis zur Jahresmitte soll der Bebaungsplan unter Dach und Fach sein. Ein anderes Zentrum, ein neues im Ort, für dessen Planung laut Bürgermeister-Rede ein jahrzehntelanger Diskussions- und Planungsprozess im Gange ist/war, könnte laut Niedergesäß spätestens 2015 baulich gestartet werden – und dann rückt ja auch ein Bürgersaal in greifbare Nähe.

Mal sehen, was von all dem bei der Neujahrsansprache 2014 wieder zum Thema gemacht wird – und von wem? (Zur traditionellen Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger mehr in der kommenden Ausgabe). Oliver Oswald

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