Neujahrsempfang 2013 in Haar

Launiger Start in ein spannendes neues Jahr 

+
Gut besucht war auch heuer wieder der Neujahrsempfang der politischen und kirchlichen Gemeinden Haar.

„Wir bauen jedes Jahr an unserem Pfarrverband“, sagte Pfarrer Markus Bittner anlässlich des Neujahrsempfangs der Gemeinde Haar, der in diesem Jahr in den Räumen von St. Bonifatius stattfand. Das gilt für das abgelaufene Jahr wie auch für das neue. 

Und auch in der Gemeinde Haar gibt es 2013 wieder einige „Baustellen“.

Bürgermeister Helmut Dworzak hielt gut gelaunt eine äußerst pointierte Rede, die sich nicht nur mit dem Geschehen unmittelbar in Haar befasste. „Ich kann diesmal mit besonderem Stolz vor Ihnen stehen, hat doch der Bayerische Verfassungsgerichtshof erst jüngst unsere Arbeit als Bürgermeister so hoch angesetzt, dass man mit über 65 Jahren nicht mehr für dieses Amt kandidieren darf“, berichtete er. Der Haarer Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Peter Paul Gantzer war mit einer Klage gegen diese Altersgrenze gescheitert. Sie betrifft Landräte und Bürgermeister, nicht aber Abgeordnete, Minister und Präsidenten. Das Gericht verwies darauf, dass die Leistungskraft im fortgeschrittenem Alter sinke, was der Haarer Rathaus-Chef auch gar nicht bestreiten wollte. Für die Richter sei ausschlaggebend gewesen, dass ein Bürgermeister geregelte Arbeitszeiten nicht kenne und von ihm über durchschnittliche Leistungsbereitschaft gefordert würden. Dworzak konnte diese Begründung nicht nachvollziehen: „Ich hoffe doch, dass Minister auch eine überdurchschnittliche Leistung erbringen“, womit er die Lacher der Zuhörer auf seiner Seite hatte.

Kein Sparen auf 

Kosten anderer

Dworzak zitierte in seiner Ansprache den Trierer Bischof Stephan Ackermann, der ein bedingungsloses Mindesteinkommen für alle Arbeitnehmer fordert, und kritisierte die Ausbeutung von Arbeitskräften. „An dieser Entwicklung haben natürlich auch wir alle, mit unserem Streben billig und noch billiger einzukaufen. Wer sich ständig auf Schnäppchenjagd befinde, muss sich dessen bewusst sein, dass damit für jemand anderen die Armutsfalle zuschnappt“, mahnte er. Erfreut berichtete er hingegen, dass die letzte Spendenaktion für das kommunale Bildungsprogramm „Kindern Chancen geben“ so erfolgreich war, dass die Kinder mit 50.000 Euro unterstützt werden können. 

Gute Lebensqualität in Haar

Stolz äußerte sich Dworzak auch über das Ergebnis der von Studenten der LMU durchgeführten Studie zur Lebensqualität in Haar. Die befragten Bürger stuften dabei die Lebensqualität als außerordentlich hoch ein. Einer der am höchsten bewerteten Faktoren war dabei die gefühlte Sicherheit in der Gemeinde, wofür neben der Polizei, der Sicherheitswacht auch ein privater Sicherheitsdienst sorgen. 

So schön es in Haar auch ist – einen Makel gibt es, der sehr häufig angesprochen wird: der fast schon desolate Zustand des Bahnhofs. Der Gemeinde sind hier jedoch die Hände gebunden. Im Haushaltsplan sind die Mittel für die Umgestaltung der Bahnhofsnordseite bereits eingestellt, ein Notartermin für den Erwerb von Flächen ist kurzfristig von Seiten der Bahn abgesagt worden. Die Gründe sind der Gemeinde noch nicht genannt worden. „Allein der Bahnhof wird uns weiter beschäftigen. Es wird also auch 2013 nicht langweilig werden“, kommentierte Dworzak vorausschauend.

Ehrung für Leo Picha

Im Rahmen des Neujahrsempfangs überreichten Bürgermeister Dworzak und seine Stellvertreterin Gabi Müller die „Goldene Ehrennadel“ der Gemeinde an den verdienten Bürger Leo Picha, der durch seine vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten – wie beispielsweise die Anlaufstelle für Vereine – aus dem Haarer Gemeindeleben nicht wegzudenken ist. Einen ausführlichen Artikel zu den Verdiensten von Leo Picha lesen Sie in der kommenden Ausgabe. –AL–


Auch interessant:

Meistgelesen

Zirkus-Gastspiel in Haar
Zirkus-Gastspiel in Haar
Badespaß auch für Hunde im Riemer See?
Badespaß auch für Hunde im Riemer See?
„Boah ist der groß, der Dinosaurier!“
„Boah ist der groß, der Dinosaurier!“
Elfi Brandhofer und die Zustände am Friedhof Riem
Elfi Brandhofer und die Zustände am Friedhof Riem

Kommentare