Neues und Altbekanntes

Rund 120 Bürger waren zur Ortsteilversammlung der Haarer CSU nach Ottendichl gekommen. Foto: privat

Riesengroß war das Interesse an der letzten Ortsteilveranstaltung des Haarer CSU Ortsverbandes: Über 120 Besucher vorwiegend aus Salmdorf und Ottendichl waren in den Bürgersaal in Ottendichl gekommen, um eventuell Neues u.a. über die Planungen in der Nachbargemeinde Feldkirchen zu erfahren.

Gemeinderätin Gerlinde Stießberger stellte zu Beginn erste Ideen und Perspektiven für das geplante neue Seniorenheim in Haar vor. Speziell für dieses Projekt wurde ein eigener Arbeitskreis ins Leben gerufen, der sich als Ziel gesetzt hat schon in dieser ersten Planungsphase auch Bürgerwünsche mit zu berücksichtigen. So kam an diesem Abend auch die Bitte, auch an Einzelzimmer zu denken, und vor allen Dingen das Wohnen im Seniorenheim dann auch zahlbar für jeden einzelnen älteren Bürger zu machen. Thomas Reichel rührte im zweiten Beitrag des Abends erneut die Werbetrommel für eine von der CSU im Haarer Gemeinderat beantragte Realschule in der Gemeinde. Reichel betonte ausdrücklich, dass man hier ein ganz klares Votum für eine solche Schule abgebe. Ferner legte er offen warum der Ortsverband keine Erhöhung der Kindergarten- und Krippengebühren wünscht und betonte, dass man auch zu diesem Thema ebenso deutlich Flagge zeigen werde. Gemeinderat Paul Wieser eröffnete mit seinem Beitrag zum geplanten Ikea und Zeppelinflughafen in der Nachbargemeinde Feldkirchen eine sehr lebhafte Debatte zu diesem gerade in den Dörfern Ottendichl und Salmdorf heftig umstrittenen Thema. Wieser erläuterte in klaren Worten die Situation und Rechtslage und rief auch die Feldkirchner zum Protest auf. Denn auch in der Nachbargemeinde beginne sich Protest zu regen. Im Saal herrschte fast einhellig die Meinung vor, dass diese Mamutprojekte verhindert werden müssten. Vorschläge reichten von einer Demo gegen die Projekte bis hin zu einer Bürgerbefragung. Applaus gab es von den Besuchern auch für den Wunschvorschlag aus dem Gremium eine Bürgeriniatitive die aus Haarern und Feldkirchner Bürgern bestehen soll, ins Leben zu rufen. Gemeinderat Andreas Rieder schilderte nochmals die derzeitige Situation an der Kreuzung Andreas-Kasperbauer-Straße. Auch Bewohner des Maierfeldweges in Ottendichl meldeten sich zu Wort. Sie beklagten, dass viele Kraftfahrer den verkehrsberuhigten Weg als Abkürzung oder Stauumfahrung Richtung Salmdorf nutzen würden. Die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (7 km/h) werde dabei in den seltensten Fällen eingehalten. Die Anwohner bitten deshalb um mehr Geschwindigkeitsmessungen in diesem Bereich. Denn oftmals könne auch nur der Geldbeutel erziehen. Dr. Dietrich Keymer beendete die Veranstaltung mit einem kurzen Abriss zur Windenergie in der Gemeinde. Nach kurzer Diskussion war sich die Mehrheit einig, dass dieses Thema zwar sicherlich zukunftsträchtig sei, aber derzeit aus verschiedensten Gründen nicht forciert werden sollte.

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