Ein Name für ds Truderinger Gymnasium

Von Truchtaro bis zu Erni Singerl

Der Landtagskandidat der SPD im Münchner Osten, Markus Rinderspacher (39), hat die Truderinger Bevölkerung dazu eingeladen, sich an der Diskussion zur Namensfindung des geplanten Gymnasiums für Trudering zu beteiligen. In der Zwischenzeit sind in seinem Bürgerbüro eine Reihe von Vorschlägen eingegangen, die später in den offiziellen Namensfindungsprozess eingespeist werden sollen. Rinderspacher will die einzelnen Vorschläge katalogisieren und später den entsprechenden Gremien zukommen lassen. Truchtaro und Hiltiprant Unter den eingegangen Einsendungen sind derzeit unter anderem zwei regionsspezifische Benennungsvorschläge, die die Geschichte Truderings in Erinnerung rufen. „Die Vorschläge Truchtaro-Gymnasium und Hiltiprant-Gymnasium gehen auf das fünfte bzw. achte Jahrhundert zurück“, erläutert der 39-jährige Fernsehjournalist. Um das Jahr 500 hatte sich ein Bauer oder Sippenführer namens „Truchtaro“ auf dem heutigen Gebiet Truderings niedergelassen. „Hiltiprant“ wird in einer Schenkungsurkunde mit örtlichen Ländereien im Jahr 772 in Zusammenhang gebracht. Erni Singerl lebte in Trudering Dem Landtagskandidaten ist außerdem ein Schreiben zugegangen, in dem die frühere Volksschauspielerin Erni Singerl als Namenspatronin für das neue Gymnasium ins Gespräch gebracht wird. Singerl (1921 – 2005), u.a. bekannt aus dem „Monaco-Franze“, lebte über viele Jahre in Trudering. Sie war zu Lebzeiten u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Josef Brückl Ein weiterer Vorschlag, so Rinderspacher, bringt den Namen Josef Brückl mit dem geplanten Gymnasium in Verbindung. Josef Brückl, verstorben 1987, war neben seinem Beruf als Lehrer auch Heimatforscher und Verfasser vieler heimatgeschichtlicher Artikel. Nach ihm ist in Trudering bereits eine Straße benannt – und auch er wurde zu Lebzeiten mit dem Bundesverdienstkreuz und dem bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Ebenso seien Namen von noch lebenden Personen an ihn herangetragen worden, berichtet Rinderspacher. Aber auch wenn es sich ausnahmslos um honorige Personen handele, seien Namen lebender Personen unzulässig. Es sei außerdem zu berücksichtigen, dass nicht zwei Gymnasien in Bayern, von denen es ca. 400 gibt, den gleichen Namen haben dürfen. Zur Eröffnung werde die höhere Schule an der Markgrafenstraße wohl die amtliche Bezeichnung „Gymnasium Trudering“ erhalten, so Rinderspacher. Das offizielle Verfahren zur Findung eines spezifischeren Namens könne erst nach Aufnahme des Unterrichtsbetriebs eingeleitet werden. Am Ende steht eine Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, nachdem sich die befassten Schulgremien auf einen Namen geeinigt haben. Dies sind das Lehrerkollegium, der Elternbeirat, die Schülermitverantwortung und der Schulaufwandsträger. Weitere Namensvorschläge für das Truderinger Gymnasium sammelt Rinderspacher in seinem Bürgerbüro, Melusinenstraße 18, 81671 München.

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