Die nächste Anni Friesinger

Im Eis- und Funsportzentrum Ost trainieren kleine Eisschnellläufer für die nächste Herausforderung. Foto: GG

Am Samstag, 28. Januar, findet im Eis- und Funsportzentrum Ost an der Staudingerstraße der alljährliche nationale Wettkampf der Eisschnelläufer statt. HALLO-Volontärin Galina Gostrer hat die Eisläufer eine Woche vor dem Wettkampf besucht und ihnen beim Training zugeschaut.

„Es ist ein Ländervergleichskampf“, erklärt Franz Biebl, Trainer beim Münchner Eislaufverein (MEV): Bayern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen ... Gelaufen wird auf den Strecken von 100 Metern (Altersklasse 6) bis 3000 Metern (AK 13). Vom MEV nehmen etwa 15 Jugendliche aus ganz München teil. Franz Biebl ist einer der ältesten Trainer, seit 1968 begleitet er Jugendliche bis zur Deutschen Meisterschaft. Zur Zeit betreut er die Anfänger, aus gutem Grund: „Wenn man den Kindern was Falsches beibringt, dann ist es sehr schwer, es später zu korrigieren.“ Im Eisschnellauf seien schließlich 60 Prozent Technik und 40 Prozent Kraft und Ausdauer. Zu seinen berühmtesten Schützlingen gehörten auch Olympiasiegerinnen Monika Pflug (heute Holzner-Gawenus) und Anni Friesinger. Unter den Kindern, die heute auf dem Eis stehen, könnten also auch die Olympiasieger von morgen dabei sein. „Gut möglich“, bestätigt der Trainer die Annahme und erzählt von einem Anfänger, der nach zwei Monaten besser läuft als andere Kinder nach drei Jahren Training. Auch der Eis- und Rollsportclub Ottobrunn könnte den nächsten großen Star hervorbringen. Bei den Bayerischen Meisterschaften im vergangenen Dezember standen viele der ERSCO-Läufer auf dem Siegertreppchen. Der Ottobrunner Adrian Taubner (Altersklasse 13) und sein Trainingskamerad Benedikt Triendl (AK 11) aus Faistenhaar machten in ihrer jeweiligen Altersklasse sogar den ersten Platz. Beim ERSCO sind aber nicht nur Ottobrunner dabei, sondern Kinder aus dem gesamten Münchner Osten, schließlich wird in Neuperlach trainiert und zwar an drei Abenden die Woche. Da gehört viel Disziplin dazu. „Die Sportler sind sehr gut organisiert“, erzählt ERSCO-Trainer Harald Bayer. „Wir haben auch viele Gymnasiasten mit G8.“ Der Verein sei zwar leistungsorientiert, aber man sollte „Kinder Kinder sein lassen“: „Wir versuchen diejenigen, die es unbedingt wollen, zu unterstützen.“ So können die jungen Eisschnelläufer ihre Referenzzeiten verbessern und sich zum Beispiel für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Drei Eissprinter vom ERSCO werden bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Erfurt Ende Februar dabei sein, zwei weitere müssen für die Qualifikationszeit noch ein bisschen üben. Aber der Spaßfaktor kommt trotzdem nie zu kurz: „Die würden am liebsten jeden Tag kommen“, weiß Bayer. 1984 waren wi19er beste Stützpunkt Es ist 19.30 Uhr. Das Training ist vorbei. „Wir kommen dann halt am Mittwoch wieder“, verabschiedet sich eine Mutter. Und überall hört man „Danke“ und „Bis zum nächsten Mal.“ Trotz der Minusgrade wird einem ganz warm ums Herz. Das Verhältnis zwischen Trainern und Schülern, zwischen Alt und Jung ist sehr herzlich. Eine gute Basis für die großen Pläne, die Bundestrainer und Organisator Helmut Kraus schmiedet: „1984 waren wir der beste Stützpunkt, da wollen wir wieder hin!

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