Verein sucht Unterstützung

Eichhörnchen und Co.: Wer hilft beim Auswildern der Tiere?

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Mit viel Zeit und Liebe werden die Wildtiere auf die Auswilderung vorbereitet (Symbolbild).

Nicht nur wir Menschen sind derzeit auf Hilfe angewiesen. Auch Eichhörnchen und Feldhasen brauchen Unterstützung, um bald in ihrer natürlichen Umgebung leben zu können.

Trudering-Riem – Feldhasenbabys werden zunehmend in Wohngebieten geboren, denn Felder sind für die Tiere längst kein geeigneter Lebensraum mehr. Als Nestflüchter werden die kleinen Hasen, fertig aussehend, geboren. Als Tiersäuglinge können sie allerdings ohne Muttermilch (Aufzuchtsmilch) nicht überleben. Meist nur in der Dämmerung und in der Nacht werden sie wenige Minuten von ihrer Mutter gesäugt und geputzt.

Verwechselt ein Tierfinder einen Feldhasen mit einem Wildkaninchen und stellt nur Futter und Wasser in einen Käfig, muss dieser qualvoll verhungern.

Wildkaninchen werden als Nesthocker geboren und haben mit etwa vier Wochen ungefähr die Größe, wie ein gerade geborener Feldhase. Sie können aber ohne Muttermilch überleben, da sie ja wesentlich älter sind.

Auch unser Europäisches Eichhörnchen, das es übrigens in vielen Farbschlägen gibt, benötigt häufig Hilfe. Alter Baumbestand mit sicheren Nisthöhlen fehlt vielerorts und so werden immer mehr Jungtiere an Häusern geboren. Dort werden versehentlich Nester zerstört – und die Tierbabys benötigen dann Hilfe. Manches Jungtier nähert sich verzweifelt auch den Menschen, wenn es den Weg zurück ins Nest am Haus nicht schafft. Keine Angst, die Tiere übertragen keine Tollwut!

Auch für weitere Wildtiere wie Marderbabys, Igelbabys, Haselmäuse und Siebenschläfer bittet man den Wildtierwaisenschutz um Hilfe. Wenn die kostenaufwändige Aufzucht erfolgreich durchgeführt werden konnte, dann benötigt der Verein dringend geeignete Auswilderungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass weder Katzen noch viele Greifvögel vor Ort sind. Todesfallen sind auch Swimmingpool oder Regentonnen ohne Ausstiegshilfen.

Wer ein eigenes Grundstück direkt am Waldrand zwischen Haar und Ebersberg bewohnt und etwas Zeit für die Versorgung aufbringen kann, wendet sich an den Verein unter Telefon 0151/41 6666 88.

Der Verein Wildtierwaisen- Schutz hat sich zum Ziel gesetzt, verwaiste und verletzte Wildtiere an kompetente Pflegestellen zu vermitteln. Vereinsgründerin Sabine Gallenberger hat sich dabei selbst auf die Aufzucht und Auswilderung von Feldhasen und Eichhörnchen spezialisiert. Der Verein bietet auch Beratung über seine Homepage www.wildtierwaisen-schutz.de an.


Mehr über Trudering-Riem und den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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