Jeder kann helfen

Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes sieht drohende Versorgungsengpässe 

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Auch in Zeiten von Grippe, Erkältungen und dem Corona-Virus sind Erkrankte auf Blutspenden angewiesen.

Bei der täglichen Informationsflut und den Veränderungen des Alltags durch das Corona-Virus entwickeln sich auch bei vielen gesunden Menschen Ängste. Diese spürt etwa der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

München – Daheim bleiben: Die Aufforderung, so wenig wie möglich Kontakt zu anderen Menschen zu haben, richten sowohl Ärzte und Forscher als auch Politiker an die Bevölkerung. Die Ausbreitung des Corona-Virus soll so deutlich verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden. Doch die täglich neuen Informationen zu den Infektionen und Maßnahmen, die den Alltag stark einschränken, verunsichern viele Menschen. Für einige Einrichtungen bringt das wiederum Schwierigkeiten mit sich, so wie für den Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

In einem Beitrag berichtet der Blutspendedienst von einem Abwärtstrend: Deutlich weniger Menschen spenden Blut. Dabei ist der Bedarf an Blutreserven nach wie vor groß: Nicht nur Verletzte, sondern auch chronisch Kranke sind auf die Spenden angewiesen. Letztere sind von der Corona-Pandemie sogar besonders bedroht, da sie mit höherer Wahrscheinlichkeit bei einer Infektion mit dem neuartigen Virus schwer oder lebensbedrohlich erkranken. Da die Haltbarkeit von Blutkonserven auf 42 Tage beschränkt ist, werden Spender jederzeit benötigt.

Die Sorgen möchte der Blutspendedienst des Bayerischen Rotes Kreuzes den potentiellen Spendern nehmen: Bei Blutspendeterminen bestehe „kein erhöhtes Ansteckungsrisiko“, heißt es auf deren Homepage. Es würden keine Mitarbeiter eingesetzt, die Erkältungs-Symptome hätten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Für die Sicherheit der Mitarbeiter und Spender werden zum Beispiel bei den Blutspendeterminen kontaktlose Temperaturmessungen durchgeführt. Auch werden Kontaktoberflächen regelmäßig desinfiziert. Der Kontakt zwischen Spendern und Helfern des Blutspendedienstes werde minimiert.

Seitens der Spender sollen zum Schutz aller auch einige Regeln eingehalten werden: Natürlich sollten nur jene Blut spenden, die sich fit und gesund fühlen. Das gilt auch unabhängig von der Corona-Krise. Außerdem sollten Menschen, die mit nachweislich infizierten Personen in den letzten vier Wochen Kontakt hatten oder selbst in einem Coronavirus-Risikogebiet waren, nicht zur Blutspende kommen. „Aktuell gelten die regulären Zulassungskriterien“, so Lisa Rudolph auf dem Blog des Blutspendedienstes.

Alle aktuellen Informationen und Blutspendetermine sind unter www.blutspendedienst.com zu finden.


Mehr über München und den Landkreis gibt es in der Übersicht.

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