Müllgebühren sinken

Die gute Nachricht zum Jahresbeginn kommt aus dem Haarer Umweltamt. Die Müllgebühren in der Gemeinde Haar sinken. Und zwar aufgrund der Gewinne der Gemeinde aus dem Verkauf von Altpapier. Und diesen Gewinn behält sich die Gemeinde Haar nicht ein – sondern gibt ihn an die Bürger zurück.

„Es ist ein Phänomen, dass sich die Altpapierpreise im letzten Jahr so stark entwickelt haben“, freute sich Haars Bürgermeister Helmut Dworzak in der letzten Gemeinderatssitzung im alten Jahr. Die Finanzkrise hatte auch den Altpapiermarkt hart getroffen – doch nun hat sich die Wirtschaft wieder erholt. Das steigerte die gemeindlichen Erlöse aus dem Verkauf des Altpapiers enorm: Während 2010 etwa 180.000 Euro eingenommen wurden, sind es 2011 voraussichtlich über 400.000 Euro. Auch 2012 werden kalkulierte 250.000 Euro für das Altpapier eingenommen werden. Hinzu kommen die Kostensenkung bei der Müllverbrennung, die die Landeshauptstadt München vornahm, sowie leicht gesunkene Vergärungskosten beim Biomüll. Unter dem Strich ergibt das ein sattes Plus von 165.255 Euro aus dem vergangenen Jahr. Da die Gemeinde Haar in der Abfallwirtschaft kostendeckend arbeitet, wie Bürgermeister Helmut Dworzak erklärt, können die Restmüllgebühren in Haar für das Jahr 2012 jetzt deutlich gesenkt werden – nachdem sie in den letzten Jahren immer nur den Weg nach oben kannten. 20 Prozent weniger Im Durchschnitt sinken die Gebühren um 20 Prozent. Im Einzelnen kostet im Jahr 2012 die 60-Liter-Tonne 101 Euro (statt 122 Euro), die 80-Liter-Tonne 120 Euro (zuvor 148 Euro), die 120 Liter-Tonne 157 Euro (statt 198 Euro) und die 240-Liter-Tonne 264 Euro (vorher 345 Euro). Besonders deutlich sieht man die Preisentwicklung bei den Großtonnen: Für 1100 Liter sind bei 14-tägiger Leerung 1167 Euro (statt 1540 Euro) und bei der wöchentlichen Leerung 2303 Euro (gegenüber 3046 Euro im vergangenen Jahr) fällig. Gleich bleibt der 14-tägige Leerungsmodus. Die Biomüll-entsorgung ist weiterhin durch die Restmüllgebühren abgedeckt.

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